Nürnberg - Nach dem 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern hat die Mannschaft von Miroslav Klose die nächste schwere Aufgabe vor der Brust: Das Pokalspiel beim Bundesligisten Bayer Leverkusen. Zwei Schlüsselspieler sind optimistisch.

Nach dem sensationellen Saisonstart mit fünf Siegen aus den ersten sechs Zweitligaspielen ist der Motor beim 1. FC Nürnberg zumindest ergebnistechnisch etwas ins Stottern geraten: Gegen den VfL Wolfsburg und Energie Cottbus musste sich die Klose-Elf mit jeweils einem Zähler begnügen, gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte es im Topspiel am vergangenen Samstagabend die erste Saisonniederlage.

Julian Justvan sieht jedoch nicht die Gefahr, dass sich die drei sieglosen Spiele in Serie negativ auf die gute Stimmung in und um den Verein auswirken könnten. Vielmehr verwies der Kapitän nach der Partie gegen Kaiserslautern auf das nächste „Highlight-Spiel“: Am Mittwochabend treten die Nürnberger in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen an. Zwar sieht Justvan seine Mannschaft als „klaren Underdog“ im Duell mit dem Bundesligisten, will dieser Rolle aber etwas Positives abgewinnen.

„Es kann alles passieren“

„Das ist vielleicht nicht so schlecht, weil wir wissen, der Pokal hat seine eigenen Gesetze und es kann alles passieren“, erklärte der 28-Jährige am Samstagabend in der Mixed Zone. Auch Adam Markhiev blickt selbstbewusst auf die Aufgabe. „Sie sind ein großes Team, ein Top-Team“, sagte er über die Werkself. Aber auch der FCN brauche sich nicht zu verstecken: „Wir haben auch ein großartiges Team. Wir haben immer eine Chance“, so der finnische Nationalspieler.

Die höchste Priorität hat für Justvan trotz des anstehenden Pokalkrachers weiterhin der Ligabetrieb: „Ich sehe die Liga schon irgendwo wichtiger als den Pokal“, räumte der Offensivkünstler ein. „Die letzten Spiele waren eklig (...), schade, dass wir da keine Dreier eingefahren haben.“ Justvans Blick geht deshalb nach vorne: „Wir wollen natürlich nächste Woche bei St. Pauli zeigen, dass wir weiterhin gewinnen können. Daran wollen wir arbeiten.“

Fokus auf Fitness und mannschaftlicher Geschlossenheit

Zu großen Druck scheint Justvan vor dem Spiel am Mittwochabend deshalb nicht zu verspüren. „Im Pokal kannst du gewinnen, musst du aber nicht gewinnen“, erklärte er. Mit Leverkusen habe man „einen ordentlichen Gegner vor der Brust, aber werden da natürlich auch alles dran setzen.“ Laut Justvan könnte die Fitness ein wichtiger Faktor werden: „Wir sind es auch nicht gewohnt eine englische Woche zu spielen, deswegen müssen wir gucken, dass wir alle Kräfte sammeln.“

Einmal mehr beschwört der Kapitän für die kommenden Spiele die mannschaftliche Geschlossenheit: „Wir werden jetzt auch alle Spieler brauchen, dass alle im Boot sind, damit wir erst das Spiel in Leverkusen und danach gegen St. Pauli gut gestalten können.“

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