
Adventslesung, weihnachtliche Lieder der Musikkapelle und rund 25 Buden, die unter anderem für den Duft von Glühwein und Bratapfel sorgten oder zum Beispiel selbstgemachten Schmuck anboten - in der kleinen unterfränkischen Gemeinde mit dem treffenden Namen Winterhausen bleibt der liebevoll gestaltete Weihnachtsmarkt 2026 leider aus. Den Grund nannten die Organisatoren bereits im Spätsommer. Bauarbeiten in dem Örtchen am Main und die daraus resultierende unklare Verkehrslage sorgten für ein zu hohes Risiko. Merklich mit schwerem Herzen verkündeten sie: „Da nicht abzusehen ist, ob die Baumaßnahme am Kreisel Winterhausen zum Zeitpunkt unseres Marktes abgeschlossen sein wird, haben wir uns gemeinsam mit der Gemeinde Winterhausen entschieden, in diesem Jahr keinen Markt durchzuführen.“ Für das kommende Jahr zeigt man sich jedoch optimistisch: „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2027!“ heißt es auf der offiziellen Instagram-Seite des Markts.
Fehlendes Sicherheitskonzept für die Burgruine in Trimberg, Unterfranken
Während das Winterdorf in Bayreuth in Oberfranken bereits im Oktober eröffnet hat, muss ein weiteres beliebtes Ausflugsziel in Unterfranken auf den Weihnachtsmarkt verzichten. Die Burgruine in Trimberg bot 2024 eine besondere nostalgische Kulisse in der Vorweihnachtszeit. Mit den historischen Burgmauern, mehr als 50 Ausstellern, regionalen Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem weihnachtlichen Musikprogramm zog die Atmosphäre viele Besucherinnen und Besucher an. Mittelalterliche Darsteller, das Christkind und der Nikolaus ergänzten das Angebot für Familien noch dazu. Da die Zufahrt mit dem eigenen Auto nicht möglich war, wurden Gäste mit einem Shuttlebus von mehreren Haltestellen, darunter dem Bahnhof Elfershausen-Trimburg, zur Burg gebracht. Trotz der kleinen Einschränkung war der Andrang groß - und führte dazu, dass seither kein weiterer Weihnachtsmarkt auf der Trimburg stattfinden konnte. Laut der Gemeinde Elfershausen muss für die große Veranstaltung, die viele hundert Menschen auf einmal auf die Ruine lockte, erst ein zweiter Rettungsweg entstehen. Ob das Sicherheitskonzept dann 2027 steht, ist noch fraglich.
Wer auf den Burg-Flair in der Vorweihnachtszeit nicht verzichten mag, der findet in Franken natürlich reichlich romantische Alternativen - so zum Beispiel im unterfränkischen Miltenberg, direkt am Main gelegen mit viel Fachwerk-Charme und der darüber thronenden Mildenburg. Neben der Altstadt ist auch sie Teil des Marktes, der an drei Adventswochenenden ab dem 4. Dezember stattfindet. Auf der Mildenburg erwartet die Besucher ein stimmungsvoll beleuchteter Burghof mit Feuerschalen und Kerzenschein.
Bauernhofmuseum muss Weihnachtsmarkt absagen
Im vergangenen Jahr bot auch das Bauernhofmuseum Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck wieder eine außergewöhnliche Kulisse für einen Christkindlmarkt. Bastelwerkstatt für die Kleinen, frisch gebackenes Brot, Bratäpfel und Weihnachtslieder vom Posaunenchor für alle: Darauf muss 2026 vor Ort verzichtet werden. Grund sind Bauarbeiten im Stadel. „Da der große Stadel das Herzstück des Marktes bildet und der zentrale Raum für die Veranstaltung nicht genutzt werden kann“, gebe es keine Möglichkeit, den Christkindlmarkt in der gewohnten Form durchzuführen, so das Landratsamt Fürstenfeldbruck.
Eine Alternative bietet dafür in Franken das Bauernhofmuseum Kleinlosnitz bei Hof. Zum ersten Mal findet dort am 29. November ein „Museumsadvent“ statt. Euch erwartet weihnachtliches Kunsthandwerk, frisches Gebäck aus dem historischen Holzbackofen und Glühwein. Außerdem stehen Bastelaktionen für Groß und Klein sowie Vorstellungen des Bayreuther Marionettentheaters auf dem Programm. Auch der Museumsgasthof hat geöffnet.
Auch das FränkischeFreilandmuseum Bad Windsheim hat es sich an den ersten drei Adventssonntagen zur Aufgabe gemacht, die Vorweihnachtszeit mit „Wärmendem und Leckerem“ zu zelebrieren. Zwischen 12 und 16 Uhr gibt es außerdem Konzerte und Mitmach-Aktionen, das ganze Programm zu den Adventssonntagen in Bad Windsheim findest du hier.