Nürnberg - Kurz vor dem Release von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Switch 2 hat Nintendo noch eine faustdicke Überraschung parat, mit der wohl niemand gerechnet hat.

The Legend of Zelda: Ocarina of Time gilt gemeinhin als das „beste Spiel aller Zeiten“. Grundlage für diese Aussage ist der fast perfekte, einmalige 99er-Score bei der populären Wertungsplattform Metacritic. Jetzt kehrt der Klassiker am 5. November 2026 als Remake für die Nintendo Switch 2 zurück - also schon diese Woche. Die Fans fiebern dem Release entgegen und haben längst jedes Detail genau unter die Lupe genommen, von der Grafik bis zur Download-Größe. Doch wenige Tage vor dem Switch-2-Release gibt es jetzt eine überraschende Neuigkeit, die so wohl kaum jemand auf dem Zettel hatte.

Im Mittelpunkt der Neuigkeit steht die offizielle Alterseinstufung des Switch-2-Remakes von Ocarina of Time. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo Switch 2 ab 12 Jahren eingestuft. Das Nintendo-64-Original von 1998 und das spätere Remake für den Nintendo 3DS waren dagegen noch ab 6 Jahren freigegeben. Aus einem „Kinderspiel“ wird also ein Spiel für Teenager und Erwachsene. Warum die Prüfer so entschieden haben, verrät die Kennzeichnung allerdings nicht. Was könnte dahinterstecken?

Warum ist The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf der Nintendo Switch 2 plötzlich kein „Kinderspiel“ mehr?

Eine offizielle Begründung der USK gibt es nicht. Eine mögliche Erklärung für die angehobene Alterseinstufung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Nintendo Switch 2 ist aber die modernere Präsentation: Realistischere Animationen, detailliertere Gegner und eine intensivere Inszenierung können bekannte Szenen heute anders wirken lassen als vor fast 30 Jahren. Offiziell bestätigt ist das als Begründung aber nicht. Außerdem verändern sich die Maßstäbe der Prüfstellen mit der Zeit. Eine höhere Freigabe heißt deshalb nicht automatisch, dass Nintendo das Spiel brutaler gemacht hat. Spannende Hinweise liefert allerdings ein Blick über den Atlantik.

Dort hat das Entertainment Software Rating Board (ESRB), das Gegenstück zur deutschen USK, das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time geprüft. Das Original war mit „E“ für alle Altersgruppen freigegeben, die Switch-2-Version bekommt „E10+“, also eine Empfehlung ab zehn Jahren. Anders als die USK nennt die ESRB auch Gründe: Fantasy-Gewalt und animierte Bluteffekte. Link kämpft mit Schwertern, Pfeilen und Magie gegen Fledermaus-Kreaturen, Spinnen und Wachen, begleitet von Schmerzensschreien. Bestimmte Gegner können beim Besiegen sogar grünes oder violettes Blut verlieren, dazu kommen lange Bosskämpfe. Aber ist das wirklich so neu?


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The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf Nintendo Switch 2: Was die neue Freigabe für Eltern und Fans bedeutet

Wer das Original kennt, dürfte sich kaum wundern. Der düstere Schattentempel, die Zombies auf dem Marktplatz oder die verstörende Kreatur im Brunnen von Kakariko haben schon damals so manchen jungen Spieler gegruselt. Neu ist beim Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf der Nintendo Switch 2 eher, dass die technische Überarbeitung solche Szenen deutlicher zur Geltung bringen könnte. Ob das Remake tatsächlich intensivere Momente enthält, lässt sich aus den Altersfreigaben allein aber nicht ableiten. Für Eltern hat die Änderung aber ganz praktische Folgen.

Spiele mit USK 12 dürfen in Deutschland grundsätzlich nicht an Kinder unter zwölf Jahren verkauft werden. Für ältere Fans dürfte die Altersfreigabe dagegen eher eine Randnotiz sein, manche freuen sich vielleicht sogar auf mehr Düsternis in Hyrule. Wie düster The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf der Nintendo Switch 2 wirklich wird, zeigt sich dann final zum Release am 5. November.