
Das italienische Familienunternehmen Beretta plant weitere hohe Investitionen am Standort Fürth. Damit sollen die Arbeitsplätze bei der RWS GmbH in Stadeln langfristig gesichert werden. Das kündigte Mitinhaber Franco Gussalli Beretta bei einem Antrittsbesuch im Fürther Rathaus an, wie die Stadt in einer Pressemitteilung berichtet.
Die Beretta Holding übernahm 2022 die RWS GmbH, die in Stadeln auf eine mehr als 140-jährige Firmengeschichte zurückblickt. Seitdem sind am Standort nach Angaben der Stadt mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstanden. Mit mehr als 1500 Beschäftigten ist RWS inzwischen der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber in der Kleeblattstadt nach Siemens.
Fürth verzeichnete zum Jahresbeginn 2026 auch bei den Gewerbesteuereinnahmen einen Rekordwert. Sie sind eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt. Trotz der positiven Entwicklung plant Fürth allerdings ein Sparpaket, mit dem in den kommenden Jahren Millionen eingespart werden sollen.
OB Jung sieht Übernahme „uneingeschränkt positiv“
Oberbürgermeister Thomas Jung begrüßt die angekündigten Investitionen. Bei dem Treffen mit Beretta, der das norditalienische Familienunternehmen in 15. Generation führt, betonte Jung die Bedeutung langfristig orientierter Familienunternehmen. Diese dächten häufig nicht nur an Quartalszahlen, sondern auch an die nächste Generation. Die Übernahme von RWS bewertet das Fürther Stadtoberhaupt deshalb als „uneingeschränkt positiv“.
Beretta feiert in diesem Jahr sein 500-jähriges Bestehen. Das Unternehmen gilt als ältestes Familienunternehmen der Welt. Bei dem Besuch vereinbarten Beretta und Jung, auch künftig in engem Austausch zu bleiben.