Nürnberg - Erneuter Fund einer Fliegerbombe in Nürnberg: Derzeit läuft ein Großeinsatz in der Trierer Straße. Auch ein Seniorenheim mit 120 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie eine Kindertagesstätte liegen im Evakuierungsgebiet.

Infolge des Fundes einer 225 Kilogramm schweren Fliegerbombe an der Trierer Straße im Nürnberger Süden läuft am Donnerstag ein Großeinsatz. Auch ein Seniorenheim mit rund 120 Bewohnerinnen und Bewohnern liegt im Evakuierungsgebiet. Sie werden jetzt in eine andere Pflegeeinrichtung gebracht.

Um die Evakuierung zu unterstützen, wurden Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen aus ganz Mittelfranken alarmiert, wie ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) berichtet. Mehr als 20 dieser Gruppen mit insgesamt 40 Transportfahrzeugen sind aktuell im Einsatz.

Im betroffenen Evakuierungsgebiet mit Radius von 750 Metern liegen neben einem Wohngebiet auch das Seniorenheim und eine Kindertagesstätte. Insbesondere die Evakuierung der 120 Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims stellt die Einsatzkräfte vor eine Herausforderungen, so der Sprecher. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren seien auf einen liegenden Transport und besondere Betreuung angewiesen. Sie werden derzeit in eine andere Pflegeeinrichtung verlegt.

An allen Evakuierungsmaßnahmen sind rund 200 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen aus Mittelfranken beteiligt, zuzüglich der Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk sind insgesamt 500 Einsatzkräfte vor Ort. Um die umfangreichen Maßnahmen zu koordinieren, wurden mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet. Der BRK-Sprecher weist jedoch darauf hin, dass der aktuelle Evakuierungseinsatz trotz des ausgelösten Großalarms deutlich kleiner ausfällt als etwa der Einsatz nach dem Fliegerbombenfund im November 2025.

Betreuungsstelle auf dem Nürnberger Messegelände eingerichtet

Für Menschen, die wegen der Bombenentschärfung ihre Wohnungen verlassen müssen, haben die Hilfsorganisationen auf dem Nürnberger Messegelände eine ausgeschilderte Betreuungsstelle eingerichtet. Die sanitätsdienstliche Versorgung und die Betreuung der betroffenen Menschen werden von der Sanitätseinsatzleitung koordiniert.