München - „Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein“: Das zumindest sagt eine alte Bauernregel. Ist da was dran? Die Wetteraussichten.

Laut der alten Bauernregel zum Ursulatag soll das Wetter am 21. Oktober darüber entscheiden, ob es weiße Weihnachten gibt oder nicht. „Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein“, heißt es. Seinen Ursprung hat der Tag im Christentum, an ihm wird der Heiligen Ursula gedacht. In der Vergangenheit war der Tag ein wichtiger Marker für die Landwirtschaft: Bis zum Ursulatag sollte nicht frostfestes Gemüse geerntet sein, da kurz darauf der erste Bodenfrost kam.

Was ist dran an Bauernregeln?

Schafskälte, Hundstage oder eben der Ursulatag: Bauernregeln gibt es viele. Doch stimmen sie auch? Laut Wetterexperten handelt es sich dabei eher um Statistik, basierend auf Beobachtungen der Menschen, bevor es Wetterforschung gab.

Doch der Klimawandel, der die Erderwärmung immer weiter vorantreibt sowie Wetterphänomene wie der diesjährige El Niño, der in diesem Jahr wohl besonders stark ausfällt, können das Wetter stark beeinflussen und die Chancen, dass sich Wetterhäufungen der Vergangenheit wiederholen, schmälern.

Wetter am Ursulatag herbstlich und grau

Glaubt man der Bauernregel zum Ursulatag, stehen die Chancen auf weiße Weihnachten in diesem Jahr nicht schlecht - denn Sonnenschein ist in Franken heute nicht zu erwarten. In Teilen Bayerns gibt es sogar einen Wintereinbruch. Nach einem häufig noch einmal sonnigen Dienstag zieht in weiten Teilen Bayerns am Mittwoch Regen auf. Der Deutsche Wetterdienst sagt zum Teil ergiebige Niederschläge voraus, etwa am Alpenrand.

Die Temperaturen in Franken liegen am Mittwoch bei 10 Grad und der schwache Wind weht aus West. Dazu bleibt der Himmel grau und trotz Nieselregen sollen laut dem fränkischen Wetterexperten Stefan Ochs über den Tag verteilt insgesamt 10 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen. Am Donnerstag ist es laut Wetterochs tagsüber wolkig bis heiter und trocken bei Temperaturen bis 14 Grad. Am Abend könne am Main und weiter im Norden etwas Regen fallen.

Für die höheren Lagen der Alpen prognostiziert der Deutsche Wetterdienst Tiefsttemperaturen von minus 2 Grad in 2000 Metern Höhe - auf der Zugspitze minus 7 Grad. Zeitweise kann es der Vorhersage zufolge sowohl im Hochgebirge als auch in den Mittelgebirgen Sturmböen geben. Bis Freitag bleibt es unbeständig - im Flachland werden teilweise zweistellige Temperaturen bis 15 Grad erreicht.

Start ins Wochenende stürmisch und nass

Ein über England nach Nordosten ziehendes Sturmtief macht sich in Franken am Freitag durch Wolkenfelder, leichten Regen am Nachmittag und einen mäßig auffrischenden Südostwind bemerkbar, so Ochs. Die Temperaturen erreichen maximal 12 Grad. Am Samstag melden diverse Wetterportale dann eine Mischung aus Wolken, Sonne und Regen, bei rund 10 Grad am Tag und circa 5 Grad in der Nacht. Frost wird in den tieferen Lagen vorerst nicht erwartet.