
Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und mit ihr beginnt für Einbrecher eine besonders günstige Zeit. Wenn es draußen früher dunkel wird, nutzen Täter die Gelegenheit, um unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen. Dabei setzen sie mitunter auf eine perfide Methode: Mit unscheinbaren Klebefäden oder kleinen Papierschnipseln an Haustüren überprüfen sie, ob die Bewohner zu Hause sind.
Vor dieser Masche warnt aktuell die Polizei Hamburg. Die kleinen Markierungen werden zwischen Türzarge und Türblatt angebracht und sind auf den ersten Blick häufig kaum zu erkennen. Bleiben sie unbemerkt an Ort und Stelle, kann das den Tätern Hinweise darauf geben, dass die Bewohner länger abwesend sind.
Ist das Papier beim Türöffnen heruntergefallen oder der Klebefaden beschädigt, wenn die Diebe nach ein paar Tagen zurückkehren, wissen sie, ob ein Haus verwaist oder doch bewohnt ist.
Übrigens: Es müssen nicht immer gut sichtbare Papierzettelchen sein. Manchmal werden auch Kunststoffstreifen verwendet, die bei kaum zu erkennen sieht, wenn man nicht genau hinsieht.
Klebefäden, Papierzettel und Äste: Das sind die Tricks von Einbrechern
Es gibt zudem noch verschiedene weitere Methoden, mit denen Einbrecher herauszufinden versuchen, ob die Bewohner eines Hauses abwesend sind. So platzieren sie beispielsweise kleine Äste, Steine oder andere Gegenstände auf den Eingangsstufen, die von den Bewohnern normalerweise entfernt werden, um Stolperfallen zu vermeiden.
Bleiben solche Gegenstände über längere Zeit unverändert liegen, kann das ein Hinweis auf die Abwesenheit der Bewohner sein. Auch ein überfüllter Briefkasten oder Mülltonnen, die über längere Zeit leer bleiben, können darauf hindeuten, dass niemand zu Hause ist.
Gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher
Die Polizei rät dazu, Haus und Wohnung gerade in der dunklen Jahreszeit besonders sorgfältig zu sichern. Schon einfache Maßnahmen können helfen, Einbrechern das Leben schwer zu machen.
Die wichtigsten Tipps im Überblick:
- Haustür immer abschließen
- Fenster vollständig schließen, nicht kippen
- Keine Ersatzschlüssel verstecken
- Bei Schlüsselverlust handeln und Schloss tauschen lassen
- Auf verdächtige Personen achten
- Abwesenheit nicht öffentlich machen, etwa über soziale Netzwerke oder auf dem Anrufbeantworter
- Keine Nachrichten, wie zum Beispiel „Bin gleich wieder da“ an der Haustür hinterlassen
Einbruchgefahr: Was tun, wenn man einen „Gaunerzinken“ entdeckt?
Bei Verdachtsmomenten empfiehlt es sich, die Beobachtungen direkt mit Fotos und der genauen Uhrzeit zu dokumentieren und sich bei der Polizei zu melden. Auch Nachbarinnen und Nachbarn zu informieren und um zu vermehrte Aufmerksamkeit zu bitten, wird von den Expertinnen und Experten der Polizei empfohlen.
Die Polizei nennt den Herbst „Hochsaison“ für Einbrecher. Höchste Zeit also, sich Gedanken über ein möglichst einbruchsicheres Zuhause zu machen. Eine Überlegung könnten etwa Überwachungskameras und Bewegungsmelder sein. Wer entsprechende Gadgets schon besitzt, sollte sie regelmäßig einem Check unterziehen.
Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.


