Münchberg - Kurz vor Mitternacht macht die Grenzpolizei Selb einen unüblichen Fund. Neben verschiedenen Drogen finden die Beamten bei einem Kleintransportfahrer eine geladene Waffe. Die Reise geht für den Mann zu Fuß weiter.

Dienstagnacht gegen 23.50 kontrollierten die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Selb auf der A 9 bei Münchberg einen Kleintransporter. Bei der Durchsuchung des Fahrers stellten die Beamten laut Bericht eine geladene Schusswaffe der Marke Glock und eine geringe Menge Amphetamin fest. Des weiteren befand sich im Wagen des 44-Jährigen eine geringe Menge Marihuana.

Der Fahrer gab demnach an, dass er einige Stunden zuvor aus Österreich nach Deutschland eingereist war und für die Schusswaffe einen polnischen europäischen Feuerwaffenpass vorweisen könne. Der berechtige ihn aber nicht zum Führen der Waffe. Somit wurden das Amphetamin, Marihuana und die Schusswaffe mit Munition vor Ort beschlagnahmt.

Weiterhin konnten die Beamten drogentypische Auffälligkeiten bei ihm feststellen. Ein freiwillig durchgeführter Urintest verlief daraufhin positiv auf Amphetamin und THC. Deshalb musste der Fahrer kurz darauf zu einer Blutentnahme ins nächste Krankenhaus.

Aufgrund des Verdachts auf Drogeneinfluss und der Verstöße nach dem Waffen-, Betäubungsmittel- und Konsumcannabisgesetz durfte der Mann nicht weiterfahren und trat seine Weiterreise zu Fuß an. Zuvor musste er noch eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich bezahlen.


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