
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, verwandelt sich die Innenstadt in Roth doch in ein buntes Markttreiben: Der Matthäusmarkt, der zunächst abgesagt worden war, findet überraschend statt – und wird zusätzlich mit einem verkaufsoffenen Sonntag und einem Foodtruck-Festival kombiniert, sodass Besucherinnen und Besucher gleich mehrere Gründe für einen Herbstbummel durch Roth bekommen. „Wir sind froh, dass der Markt nun doch stattfinden kann und wir zumindest für den Matthäusmarkt in diesem Jahr eine gemeinsame Lösung finden konnten“, freut sich der Erste Bürgermeister Andreas Buckreus über die kurzfristige Einigung.
Dass diese Lösung überhaupt nötig geworden war, hat eine Vorgeschichte: Erst im August 2026 war ein verkaufsoffener Sonntag in Roth ins Wasser gefallen, weil der Vertrag mit dem bisherigen externen Dienstleister ausgelaufen war, der bislang die Märkte und Feste organisiert hatte, an die die verkaufsoffenen Sonntage gekoppelt sind.
Buckreus machte damals deutlich: „Wir als Stadt Roth können solche Märkte nicht organisieren.“ Zwar leitete die Stadtverwaltung daraufhin zeitnah ein offizielles Ausschreibungsverfahren ein, um einen Nachfolger für den bisherigen Marktveranstalter zu finden, doch nach außen hin schien das Vorhaben über längere Zeit im Sande zu verlaufen. Hinter den Kulissen sah die Lage allerdings anders aus: Bereits seit Juni liefen kontinuierlich Gespräche, um die Zukunft der Rother Marktsonntage und damit auch die Durchführung der verkaufsoffenen Sonntage langfristig abzusichern, wie Mark Bartholl vom Rother Stadtmarketing erklärt.
Erste Rettung für verkaufsoffene Sonntage in Roth ist geglückt
Die Rettung des Matthäusmarkts basiert nun auf einer Kooperation mit Miguel Ortega, dem Veranstalter des Foodtruck-Festivals, berichtet dazu die RHV. „Der Organisator vom Foodtruck-Festival hat sich überraschend angeboten, für diesen Termin auch den Markt zu organisieren, und zusammen haben wir das kurzfristig umsetzen können“, schildert Bartholl die Einigung gegenüber nordbayern.de – und schränkt zugleich ein: „Ist aber nur für diesen Markt und nur eine Übergangslösung.“
Ortega wird mit seinen mobilen Küchen bereits am Samstag vor dem Matthäusmarkt auf dem Rother Marktplatz Station machen. In enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Marketing gelang es ihm darüber hinaus, den Jahrmarkt für Sonntag zu organisieren, bei dem nach aktuellem Stand 24 Marktstände teilnehmen, während Foodtrucks und Musik das Angebot vor Ort weiter ergänzen. Aus Sicht der Verwaltung lässt sich dieses Konzept mit den Vorgaben der städtischen Jahrmarktsatzung in Einklang bringen – gleichwohl betont die Stadtverwaltung, dass es sich um ein einmaliges Modell und ausdrücklich nicht um eine dauerhafte Lösung handelt.
Jede Menge los in Roth am Sonntag, 11. Oktober 2026
Ab 11 Uhr säumen zahlreiche Verkaufs-, Informations- und Ausstellerstände den Marktplatz und die Hauptstraße und laden zum Stöbern, Entdecken und Schlemmen ein – für das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt wie für Kurzweil zwischendurch. Parallel dazu öffnen von 13 bis 17 Uhr die Rother Geschäfte in der Innenstadt ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag, bei dem viele Händler mit besonderen Aktionen und Angeboten locken. Wer eine Pause braucht, findet nicht nur an den Foodtrucks, sondern auch in den Cafés und Restaurants der Innenstadt ein Plätzchen zur Rast.
Kulinarischer Höhepunkt ist das Foodtruck-Festival am Marktplatz, das bereits am Samstag, 10. Oktober, von 12 bis 21 Uhr für Genuss und kulinarische Entdeckungen sorgt und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr weitergeht. Dazu gibt es Musik und ein Kinderprogramm. Weil der Marktplatz dafür gebraucht wird, zieht der Bauernmarkt am Samstag ausnahmsweise auf den Kugelbühlplatz um, an dem die Händler dennoch mit ihrer Auswahl bereitstehen.
Auch kulturell Interessierte kommen am Sonntag nicht zu kurz: Das Museum Schloss Ratibor öffnet von 10 bis 17 Uhr mit der Kunstausstellung „Vom Glück und anderen Sorgen“, das Fabrikmuseum lädt von 14.30 bis 16.30 Uhr ein und bietet um 15 Uhr eine Führung an laufenden Maschinen. Am Abend, ab 20 Uhr, wird es dann literarisch-unterhaltsam: In der Kulturfabrik steigt der „Frankenslam“ – die 20. Fränkische Poetry-Slam-Meisterschaft.
Praktisch für alle Besucher: An beiden Tagen des Wochenendes ist das Parken in den Parkhäusern der Stadtwerke Roth kostenlos – das gilt für die Flächen am Sieh-Dich-Für-Weg, an der Kulturfabrik, am Schloss sowie in der Tiefgarage Zentrum.