
Der Neustart der italienischen Fußball-Auswahl ging heftig in die Hose - doch zumindest bei Nürnbergs Zweitliga-Profi Mohamed Ali Zoma hielt sich der Frust etwas in Grenzen. Der Stürmer bekam nach der 0:2-Heimniederlage Italiens in der Nations League gegen Belgien am Wochenende explizites Lob von Trainerlegende Fabio Capello.
Er habe auch kleine Hoffnungsschimmer gesehen, schrieb Capello in der Gazzetta dello Sport und führte aus: „Auch wenn er ein paar Bälle verloren hat, hat mir Zomas Auftreten auf der linken Seite gefallen, als er als Flügelspieler eingewechselt wurde: Er hat versucht, etwas zu kreieren, hat ein paar Dribblings probiert, um die Gegenspieler zu überwinden.“
Der 22-Jährige war erstmals in die Nationalmannschaft nominiert und gegen Belgien im Olympiastadion von Rom in der 79. Minute eingewechselt worden. Die Heimblamage konnte der Youngster aber nicht verhindern - in Italien herrscht nach dem verpatzten Neustart unter Trainer-Rückkehrer Roberto Mancini schon wieder Frust. Eigentlich hatte Mancini ein Aufbruchssignal nach der schon dritten verpassten Weltmeisterschaft in Serie senden wollen.
Zoma nicht im Kader für zweites Spiel in Türkei
Im zweiten Nations-League-Duell am Montagabend in der Türkei (20.45 Uhr) wird Zoma dann aber fehlen - er gehört zu zehn Spielern, die den Trip an den Bosporus nicht mitmachen. Coach Mancini will jenen Fußballern - zu denen auch Stammspieler Nicolò Barella gehört - die kräfteraubende Reise ersparen, damit sie fitter sind für die Spiele am Freitag in Paris gegen Frankreich und dann am Montag danach zuhause in Bologna wieder gegen die Türkei.
Club-Profi Zoma könnte nach seinem beachtlichen Debüt also noch weitere Chancen im Trikot der „Azzurri“ bekommen. Der Angreifer hatte mit sechs Toren in sieben Pflichtspielen der Nürnberger auf sich aufmerksam gemacht.


