Feucht - Schlechter Zeitpunkt für einen leeren Tank – wer am Montagmittag getankt hat, musste dafür tief in die Tasche greifen. Die Spritpreise der Tankstellen rund um Nürnberg sprangen auf ein Rekordhoch.

Tanken ist bereits seit Monaten ein teures Vergnügen und die Spritpreise jagen neuen Rekorden nach. Seit die geopolitische Lage und die Konflikte im Nahen Osten sich weiter zuspitzen, spüren Autofahrerinnen und Autofahrer das vor allem an den Tankstellen. Am Montagmittag sprang der Spritpreis um 12 Uhr auf ein Rekordhoch: Nach der turnusgemäßen Spritpreiserhöhung am Morgen stieg der Preis im Vergleich zum Mittag laut verschiedenen Spritpreis-Vergleichsportalen um rund 20 Cent an.

Die Nachrichtenagentur News5 gab bekannt, dass eine Tankstelle bei Feucht für den Liter Diesel über 2,90 Euro verlangte. Auch Kunden für Super und E10 sind dort nicht viel günstiger weggekommen, mit über 2,70 Euro für den Liter.

Die besagte Tankstelle in Feucht ist jedoch nicht repräsentativ. Die durchschnittlichen Spritpreise lagen am Montag zwischen 2,30 und 2,50 Euro für den Liter E10.

Der ADAC, der die Preisentwicklung schon länger verfolgt rät Autofahrerinnen und Autofahrern dazu kurz vor 12 Uhr am Mittag tanken zu gehen. Zu der Zeit sind laut Angaben die Preise sowohl für Benzin, als auch für Diesel am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie dann stark an und fallen daraufhin wieder stetig.

Als Auslöser für den sprunghaften Anstieg der Preise am Mittag könnte der konkrete Drohnenangriff auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien sein. Bereits vor zwei Tagen berichtete die Tagesschau über den Angriff und die möglichen Folgen davon. Aus Sicherheitsgründen musste Saudi-Arabien wohl die Pipeline abschalten, weshalb es laut der Tagesschau wohl auch längerfristig zu hohen Benzinpreisen kommen kann.

Laut ADAC erklären die Ölpreise allein aber nicht den starken Anstieg an den Zapfsäulen. Der Automobilclub fordert daher „mehr Transparenz bei der Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette“ und fordert Raffinerien und Großhandelsbetriebe dazu auf die hohen Preise zu erklären.