Landkreis Bamberg/Landkreis Forchheim - Starkregen, sechs Unfälle, drei Verletzte und ein Gesamtschaden von weit über 280.000 Euro: Auf den Autobahnen rund um Bamberg und Forchheim hat es am Sonntag mehrmals heftig gekracht

Gleich am Sonntagmorgen verlor eine 35-Jährige bei Stadelhofen in Richtung Bayreuth die Kontrolle über ihren BMW, schleuderte in die Mittelschutzplanke und kam entgegen der Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Die Frau wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus, ihr Auto musste abgeschleppt werden. Der Schaden: über 30.000 Euro.

Gegen 18:20 Uhr krachte am Autobahnkreuz Bamberg ein 30-Jähriger mit seinem BMW in die Mittelschutzplanke der A70 Richtung Bayreuth, nachdem er in der Auffahrtskurve zu schnell unterwegs war und das Heck des Wagens ausbrach. Er blieb unverletzt, der Schaden lag bei rund 6.000 Euro.

Keine Stunde später folgte der nächste Unfall, diesmal auf der A70 in Richtung Schweinfurt bei Oberhaid. Ein 36-Jähriger setzte mit seinem VW zum Überholen an - bei Starkregen und nach eigenen Angaben mit rund 150 km/h, obwohl die Fahrbahn bereits deutliche Pfützen zeigte. Der Wagen schleuderte, drehte sich über beide Fahrstreifen und krachte in die Außenschutzplanke. Trümmerteile verteilten sich über die gesamte Fahrbahn. Der Fahrer blieb unverletzt, der VW musste abgeschleppt werden. Schaden: rund 15.000 Euro.

Den mit Abstand teuersten Unfall des Tages verursachte ein 40-Jähriger auf der A73 bei Strullendorf. Er war mit einem gemieteten Porsche in Richtung Nürnberg unterwegs und verlor im Starkregen die Kontrolle über den Sportwagen. Der Wagen krachte heftig in die Mittelschutzplanke und erlitt Totalschaden. Der Fahrer blieb mit viel Glück unverletzt. Der Gesamtschaden wird auf über 180.000 Euro geschätzt.

Fahrer entfernte sich unerlaubt vom Unfallort

Einen anderen Verlauf nahm ein Unfall auf der B505 bei Hirschaid: Dort geriet ein 33-Jähriger gegen 19:00 Uhr mit seinem Ford ins Aquaplaning, drehte sich zweimal und krachte in die Schutzplanke. Da das Auto nicht mehr fahrbereit war, ließ er sich von einem Freund abschleppen - ohne die Polizei zu rufen.

Erst zu Hause bemerkte er, dass er sein vorderes Kennzeichen verloren hatte. Das veranlasste ihn, sich am frühen Morgen selbst bei der Polizei zu stellen. Unfallstelle und Kennzeichen wurden daraufhin gefunden. Der Schaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. Auch gegen den Freund, der das Fahrzeug abschleppte, wird wegen möglicher Beihilfe ermittelt.

Im Landkreis Forchheim kam es am späten Abend zu einem weiteren schweren Unfall: Auf der A73 bei Forchheim wollte eine 54-Jährige mit ihrem Seat im Starkregen einen anderen Fahrer überholen. Beim Spurwechsel nach links übersah sie einen von hinten herannahenden Mercedes. Dessen 34-Jährige Fahrerin konnte nicht mehr bremsen, die Autos stießen zusammen und krachten in die Mittelschutzplanke. Der Seat schleuderte, drehte sich mehrmals und prallte schließlich auch noch in die Außenschutzplanke.

Beide Fahrerinnen sowie der 60-jährige Beifahrer der Seat-Fahrerin wurden leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus. Beide Autos wurden abgeschleppt, die Fahrbahn war für Rettungs- und Aufräumarbeiten vollständig gesperrt. Schaden: rund 45.000 Euro.

Die Verkehrspolizei dankte den zahlreichen Feuerwehren, die an den Einsatzorten im Einsatz waren.


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