
Der Verein der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn und die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg veranstalten am Sonntag, 13. September 2026, eine üppige Straßenbahnparade. Von 13 bis 16 Uhr sind auf dem Streckenabschnitt zwischen Dutzendteich und Dokumentationszentrum historische Züge zu sehen. Außerdem gibt es kostenlose Fahrten mit Oldtimer-Straßenbahnen und historischen Bussen.
Die Fahrzeugausstellung zeigt die Entwicklung des Nürnberger Nahverkehrs. Für die Bewirtung sorgt von 12.30 bis 17 Uhr das Team des Straßaboh-Cafés in der Partybahn am Doku-Zentrum.
Festreden und Fahrzeugkorso zur großen Straßenbahnparade in Nürnberg
Um 16 Uhr sind in Höhe des Gutmann-Biergartens Festreden geplant. Gegen 16.20 Uhr soll der Fahrzeugkorso starten. Besucherinnen und Besucher können in den historischen Straßenbahnen mitfahren.
Nach dem Korso verkehren historische Fahrzeuge zwischen Christuskirche, Aufseßplatz und Dutzendteich. Zwischen 17 und 19.30 Uhr gibt es außerdem einen Pendelverkehr mit Oldtimer-Straßenbahnen zwischen Dutzendteich und Dokumentationszentrum. Dabei wird ein Streckenabschnitt genutzt, der im regulären Betrieb nicht befahren wird und nur zu besonderen Anlässen zugänglich ist.
Kostenlose Anreise zur Parade mit Oldtimerbussen
Ab 13 Uhr fahren historische Busse im 20-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof und von der Frankenstraße zum Volksfestplatz sowie zur Ausstellungsfläche am Dutzendteich. Die Fahrten mit den historischen Straßenbahnen und Oldtimerbussen sind an diesem Tag kostenlos. Unterstützt wird das Angebot unter anderem vom Süddeutschen Schaustellerverband.
Straßenbahn und Volksfest in Nürnberg: Verbindung seit 1890
Denn in direkter Nähe zu dieser Parade läuft ja derzeit bekanntlich das Herbstvolksfest in seiner 200-Jahres-Jubiläumsausgabe mit Programm. Zu den beiden Volksfesten im Jahr reisen viele Besucher mit Bussen und Bahnen an.
Die Verbindung zwischen dem Volksfest und der elektrischen Straßenbahn reicht bis ins Jahr 1890 zurück. Sechs Jahre vor der offiziellen Eröffnung der elektrischen Straßenbahn zwischen Nürnberg und Fürth stellte der Elektropionier Sigmund Schuckert auf dem damaligen Volksfestgelände an der Regensburger Straße eine elektrisch betriebene Demonstrationsbahn vor.
Besucher konnten gegen ein kleines Fahrgeld auf einer Rundstrecke mitfahren. Die sogenannte Schuckert‘sche Volksfest-Bahn gilt als Meilenstein der Nürnberger Verkehrsgeschichte. Mit ihr zeigte Schuckert die Möglichkeiten einer elektrischen Straßenbahn und legte einen Grundstein für die Entwicklung Nürnbergs als Standort für Mobilitäts- und Elektrotechnik.
Straßenbahn-Verein besteht seit 50 Jahren in Nürnberg und Fürth
Der Verein der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn wurde 1976 von 34 Straßenbahnbegeisterten gegründet. Seitdem engagieren sich die Mitglieder gemeinsam mit der VAG für die Bewahrung der Nürnberger Nahverkehrsgeschichte.
Zu den Aufgaben und Erfolgen des Vereins gehören der Betrieb des Historischen Straßenbahndepots St. Peter mit seinen Sonderfahrten, die Restaurierung und der Erhalt historischer Fahrzeuge sowie die Gestaltung der Ausstellungen im Museum.
Das Vereinsjubiläum wurde bereits im Juli mit einem Fest im Historischen Straßenbahndepot gefeiert. Die damals geplante Straßenbahnparade musste wegen Hitzeschäden im Streckennetz kurzfristig abgesagt werden. Nun soll sie nachgeholt werden.
Mit der Parade erinnert der Verein an mehr als 135 Jahre elektrische Nahverkehrsgeschichte in Nürnberg und an die Verbindung zwischen der Entwicklung der Stadt und ihrer Straßenbahn. Wichtig zu betonen ist, dass alle Fahrten während der diesjährige Parade kostenlos für die Gäste sind.