
Am 19. September startet das Oktoberfest 2026 in München. Wer friedlich und unbeschwert auf der Theresienwiese feiern möchte, sollte die strengen Vorschriften der Veranstalter und der Polizei kennen. Auf dem Festgelände gelten strenge Sicherheits- und Zugangsregeln. Das sind die wichtigsten Vorgaben für Besucherinnen und Besucher im Überblick.
Striktes Messerverbot - Auch für den Trachten-Hirschfänger
Auf der gesamten Festwiese gilt ein absolutes Messerverbot. Das betrifft auch traditionelle Trachtenmesser wie den Hirschfänger in der Lederhose. Wer versucht, ein Messer auf das Gelände mitzunehmen, muss nach Angaben des ADAC mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen. Entsprechende Mitnahmeverbote gelten während der Wiesn auch an den wichtigsten Münchner Bahnhöfen und S-Bahn-Stationen. Grundsätzlich werden an den Eingängen auch alle anderen Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Gassprühdosen mit gefährlichem Inhalt und ätzende oder färbende Substanzen aussortiert.
Cannabis-Konsum kostet bis zu 1500 Euro
Trotz der Teillegalisierung ist der Konsum von Cannabis auf dem gesamten Oktoberfest-Gelände konsequent untersagt. Verstöße werden teuer: Wer auf dem Festgelände kiffend erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro. Im Wiederholungsfall kann die Strafe sogar auf bis zu 5.000 Euro steigen.
Taschengröße beschränkt - Glasflaschen verboten
Wer Rucksäcke oder Taschen mitnimmt, muss auf die Abmessungen achten: Erlaubt sind lediglich Gepäckstücke bis zu einem Volumen von drei Litern beziehungsweise den Maßen 20x15x10 Zentimetern. An den Eingängen kontrolliert das Sicherheitspersonal sowohl Größe als auch Inhalt – erlaubte Taschen bekommen anschließend eine Banderole, deren Farbe täglich wechselt. Größere Taschen können gegen eine Gebühr an den Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen P1, P5, P8 und P10 abgegeben werden. Glasflaschen sind auf dem Areal ebenfalls komplett tabu. In den Festzelten und Biergärten ist das Mitführen von Flaschen und Getränken jeglicher Art verboten.
Rauchverbot und mitgebrachte Verpflegung
In den Festzelten gilt ein Rauchverbot, das auch E-Zigaretten umfasst. Raucherbereiche stehen im Außenbereich zur Verfügung. Zudem ist das Mitbringen eigener Speisen und Getränke im Festzelt untersagt.
Gefahren auf Bänken und Tischen - Maß-Exen verboten
In den Zelten sorgt der Sicherheitsdienst für Ordnung:
- Stehen auf Tischen: Während das Stehen auf den Bänken zum Feiern dazugehört, ist das Besteigen von Tischen und Brüstungen aus Sicherheitsgründen strikt verboten.
- Maß-Exen: Wer versucht, eine Maß Bier in einem Zug auszutrinken, riskiert aus gesundheitlichen und Sicherheitsgründen den direkten Rauswurf.
- Maßkrug-Diebstahl: Das Entwenden von Maßkrügen ist kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl und führt neben einem Zeitverweis zur Strafanzeige.
- Band-Weitergabe: Die Weitergabe von Einlassbändchen wird von den Ordnern kontrolliert und hat den Rauswurf beider Personen zur Folge.
Kinderwagen verboten – zumindest zeitweise
Wer mit Kindern auf die Wiesn möchte, sollte die Kinderwagen-Regelung kennen: An allen Samstagen sowie am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) sind Kinderwagen ganztägig auf dem Festgelände verboten. An allen anderen Tagen gilt das Verbot ab 18 Uhr. Kinderwagen können gegen eine Gebühr von drei Euro an einigen Eingängen abgegeben werden. Sogenannte Kraxen – also Rückentragen für Kinder – sind dagegen erlaubt.
Regeln für E-Scooter und Fahrräder
Fahrräder, E-Scooter, Skateboards und Inline-Skates dürfen nicht auf das Festgelände mitgenommen werden. E-Scooter sind darüber hinaus auch im äußeren Sperrring rund um das Festgelände nicht gestattet. Für Fahrten mit dem E-Scooter in der Umgebung gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer: Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Gehilfen und Regenschirme dürfen übrigens mitgenommen werden.
Keine Hunde und andere Tiere
Hunde und andere Tiere sind auf dem Oktoberfest nicht erlaubt. Einzig Assistenzhunde wie Blindenhunde dürfen mit auf das Festgelände. Für alle anderen Vierbeiner ist es auf der Wiesn ohnehin meist zu laut und zu voll.
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