
Es ist eine technische Umstellung, die auch Tausende Menschen in Franken betreffen wird. Wie der Sparkassen-Verband kürzlich mitgeteilt hat, wird es bei einer wichtigen Banking-App eine größere Veränderung geben. Der Vorgang ist hier laut den Verantwortlichen bereits in vollem Gange. Aber: Worum geht es hier eigentlich genau? So können sich Userinnen und User, die sich neu bei der Sparkasse virtuell registrieren, nur noch über die sogenannte S-pushTAN-App anmelden. Ohne diese App können Zahlungen im Internet nicht freigegeben werden. Die Applikation bildet die Basis für sämtliche Kartenvarianten der deutschen Großbank.
Bislang gab es die Möglichkeit, sich über die sogenannte S-ID-Check-App anmelden zu können. Bis zum Jahresende kommt es hier nun aber zu einer Umstellung auf die S-pushTAN-App. Die S-ID-Check-App wird zum Jahresende dann ganz abgeschalten. Durch die Umstellung wolle man das Verfahren für Online-Zahlungen in einer App bündeln und den Vorgang so auch vereinfachen, erklärt Thomas Rienecker von der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.
Zahlungen sollen sicherer und einfacher werden
Zudem solle das Bezahlen im Internet dadurch auch sicherer werden, erklärt der Sprecher weiter. Wichtig in diesem Zusammenhang auch zu wissen: Gerade in so einer Umstellungsphase versuchen Kriminelle auch immer wieder, Menschen um ihr Geld zu betrügen. So werden Mails im Namen der Banken verschickt, die die Umstellung ankündigen. Hierbei verlangen die Gauner dann, dass man persönliche Daten in ein Fenster eingibt, um die Umstellung zu „überprüfen“. Niemals solltest du jedoch einfach so sensible Inhalte in einen Link eingeben.
Sprecherin äußert sich - wichtige Details zu beachten
Sarah Schmoll, Sprecherin der Sparkasse Nürnberg, betont gegenüber nordbayern dazu aber ausdrücklich: Bei dem beschriebenen Vorgang handelt es sich ausschließlich um das Freigabeverfahren bei der Bezahlmethode „Kreditkartenzahlung“ oder Zahlung mit der Sparkassencard (Debitmastercard). Wichtig, hier ebenfalls zu wissen: Das Online Banking und alle anderen Onlinebezahlmethoden (z.B. Bezahlen mit der Kreditkarte über ApplePay oder Lastschrift) sind davon definitiv nicht betroffen. Sämtliche Filialen helfen Kundinnen und Kunden bei diesem Thema auch jederzeit persönlich oder virtuell weiter, sollte es Unsicherheiten geben.
Zudem würde eine Bank dich auch niemals per Mail oder Textnachricht bitten, Daten irgendwo einzugeben. Nicht nur in der Umstellungsphase, sondern generell solltest du deswegen immer nur Einstellungen in der jeweiligen App deiner Bank oder auf der offiziellen Internetseite vornehmen.
Wichtiger und effektiver Tipp
Weiterer einfacher, aber effektiver Tipp: Adressen immer noch einmal händisch in den jeweiligen Browser eingeben. Klickt man auf Links in einer Mail oder einer SMS kann man Gefahr laufen, dass diese Links dann eben auf gefälschte Seiten führen, die jedoch täuschend echt aussehen. Dies gilt natürlich nicht für deine Bank, sondern nur, wenn sich Kriminelle als Institut ausgeben. Gibt man hier dann einmal seine vertraulichen Daten ein, können Kriminelle im Extremfall mit den Login-Daten dann dein Konto komplett abräumen.
Im Falle der Sparkasse bedeutet das: Die neue App nur in offiziellen App-Stores herunterladen und Daten nur dort oder eben auf der offiziellen Homepage der jeweiligen Sparkasse eingeben. Umgestellt werden muss aber so oder so, sonst kannst du im neuen Jahr spätestens keine Zahlungen im Internet mehr für deine Karten freigeben.
Dieser Artikel wurde letztmals am 26. Juni 2026 um 19.36 Uhr aktualisiert.
