Erlangen - Wer am Wochenende das Stadtmuseum Erlangen besucht, kann nicht nur mehr über die „komische Kunst“ des Käpn‘-Blaubeer-Schöpfers lernen. Auch eine „Special Guestin“ samt ihrem alten Hexenkoffer ist vor Ort.

„Hi, ich heiße Katharina und ich bin Miniaturkünstlerin.“ – Ein Satz, der sicher so manchem Social-Media-User bekannt vorkommt. Katharina Raab leitet damit in ihre Kurzvideos ein, bevor sie die Zuschauerinnen und Zuschauer vor den kleinen Handy-Displays in eine noch viel kleinere, wundersame Welt ihrer Miniaturen zieht.

Wie sie in einem ihrer neuesten Videos erzählt, fing sie vermehrt an, kleine Möbel, Räume und Szenen zu bauen, während sie in Online-Vorlesungen von ihrem Literaturwissenschafts-Studium nicht immer ganz so aufmerksam war. Seit einigen Jahren nimmt sie die Zuschauerinnen und Zuschauer online mit, beim Bau ihrer kreativen Miniaturen. Damit ist die 28-Jährige sehr erfolgreich. Über 500.000 Menschen folgen @katharinahandmade auf Instagram und sie ist vermehrt auch im TV zu sehen.

Richtig bekannt ist sie nun durch ihren Hexenkoffer geworden, mit allerlei wunderlichen, schrecklichen Figuren, die ihr Zuhause unter anderem in der Fantasy-Literatur finden. Auch mit den fantastischen Werken von Walter Moers ist die Künstlerin vertraut. Mehr noch: Sie ist Fan seiner Geschichten, die sich nicht ganz in ein Genre stecken lassen, ebenso wenig wie die teils düsteren Miniaturen.

Miniaturkünstlerin mit Hexenkoffer im Stadtmuseum Erlangen

Bei der Ausstellung „Was gibt‘s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers“ im Stadtmuseum Erlangen, die vom 3. Mai 2026 bis zum 13. September 2026 läuft, wird daher am kommenden Wochenende Katharina Raab mit ihrem berühmten Hexenkoffer anwesend sein.

Die genauen Termine, wann der Hexenkoffer im Stadtmuseum Erlangen besichtigt werden kann:

  • Freitag, 28. August: 13 - 14 Uhr, 17-18 Uhr
  • Samstag, 29. August 13 - 14 Uhr, 17 - 18 Uhr
  • Sonntag, 30. August 13 - 14 Uhr

Walter Moers’ Kunst im Stadtmuseum Erlangen

Wer am Wochenende in Erlangen das Stadtmuseum besichtigt, bekommt also nicht nur einen Einblick in die große Fantasiewelt des Schriftstellers und (Comic-)Zeichners Walter Moers. Er ist unter anderem bekannt für seine frühen Comics wie „Das kleine Arschloch“ und „Adolf, die Nazi-Sau“ und das berühmte Seemannsgarn, das „Käpt‘n Blaubär“ spinnt.

Nach Angaben des Stadtmuseums sind die Führungen für die Ausstellung von Moers Werken für das kommende Wochenende bereits ausgebucht. Der Hexenkoffer und die Ausstellung können sich Interessierte jedoch auch ohne Führung ansehen. Für den Besuch im Museum und um den Koffer sehen zu können, braucht es keine Anmeldung vorab.

Das Stadtmuseum Erlangen rechnet für das Wochenende mit deutlich erhöhten Besucherzahlen. Dass die Türen jedoch zeitweise geschlossen werden müssen, aufgrund von zu hohem Andrang, ist laut dem Stadtmuseum Erlangen nicht zu erwarten.