Nürnberg - Am 11. und 12. September wird in der Innenstadt in Nürnberg getrödelt, gefeilscht und gestöbert. Für Kinder gibt es beim Herbst-Trempelmarkt neue Verkaufsbereiche - Baustellen sorgen zugleich für Änderungen.

Schallplatten, altes Porzellan, Sammlerfiguren, Schmuck oder einfach genialer Graffel: Wenn der Trempelmarkt zurückkehrt, wird die Nürnberger Altstadt zur riesigen Schatzkiste. Die Herbst-Ausgabe 2026 findet am Freitag, 11. September, und Samstag, 12. September, statt.

Los geht es am Freitag um 16 Uhr. Bis Mitternacht können Besucherinnen und Besucher durch die Innenstadt bummeln und nach besonderen Fundstücken suchen. Am Samstag öffnen die Stände bereits um 7 Uhr, Marktende ist um 20 Uhr.

Die Verkaufsflächen erstrecken sich, wie üblich, über große Teile der Altstadt - unter anderem rund um Rathaus, Hauptmarkt, Frauenkirche, Museumsbrücke, Karolinenstraße, Königstraße, Kaiserstraße und Lorenzer Platz. Der Trempelmarkt gilt als Deutschlands größter Innenstadt-Flohmarkt. Nach Angaben der Stadt kommen pro Markt bis zu 200.000 Menschen nach Nürnberg.

Neue Ecken und Zonen in Nürnberg für junge Trempler beim Trempelmarkt

Eine Neuerung gibt es beim Herbst-Trempelmarkt für Kinder und Jugendliche: Wie in der Frühjahrs-Ausgabe werden zusätzliche Kindertrempelzonen vor der Frauenkirche und in der Mitte des Hauptmarkts eingerichtet. Dort kann der Nachwuchs ohne Anmeldung auf jeweils einem Quadratmeter Spielzeug und Kleidung verkaufen.

Die bekannten Bereiche im Schmuckhof und am Fünferplatz bleiben ebenfalls bestehen. Wichtig für Familien: Die Zone am Fünferplatz kann beim Herbst-Trempelmarkt 2026 nur am Freitag genutzt werden. Die Bereiche am Hauptmarkt und im Schmuckhof stehen an beiden Tagen zur Verfügung.

Baustellen in Nürnberg verändern das Bild des Trempelmarkts

Nicht alle gewohnten Verkaufsflächen können in diesem Jahr genutzt werden. Wegen der Umgestaltung des Obstmarktes entfallen die Plätze am Obstmarkt und an der östlichen Spitalgasse auf Höhe der Commerzbank. Der Hauptmarkt steht auch im September nicht vollständig, aber offenbar in größeren Teilen zur Verfügung. Denn: Die Arbeiten am Hauptmarkt laufen weiter. Die Stadt erneuert dort im Zuge der Umgestaltung des Obstmarkts Teile der Strom-, Wasser- und Fernmeldeleitungen. Die Bauarbeiten haben im April 2026 an der Südseite begonnen; die Stadt nennt dafür eine voraussichtliche Dauer von zwei bis drei Monaten, weist aber zugleich darauf hin, dass sich das genaue Ende wegen möglicher archäologischer Funde nicht verbindlich festlegen lässt.

Die Stadt führt den Hauptmarkt weiterhin als Trempelmarkt-Fläche auf. Für die Herbstausgabe wurde eine zusätzliche Verkaufszone in der Mitte des Hauptmarkts eingerichtet. Die Standplätze in der neuen Zone „Hauptmarkt Mitte“ haben laut Stadt jeweils zwölf Quadratmeter.

Auch nördlich der Lorenzkirche gibt es Einschränkungen: Der Bereich zwischen Tugendbrunnen und dem Café Espressolab steht wegen einer Baustelleneinrichtung nicht für Verkaufsstände zur Verfügung.

Für Besucherinnen und Besucher bleibt dennoch viel Platz zum Stöbern. Die Stadt weist aus Sicherheitsgründen und für die Barrierefreiheit allerdings darauf hin, dass die Wege in der Altstadt wegen des historischen Pflasters teilweise uneben sind. Auch auf der Königstraße gibt es steilere Anstiege.

Beim Trempelmarkt Nürnberg mitmachen und Platz-Sicherung nur im Vorverkauf

Wer selbst verkaufen möchte, muss sich vorab einen Standplatz sichern. Die Verkaufsplätze werden ausschließlich online angeboten; eine spontane Teilnahme vor Ort ist nicht möglich. Die Tickets gelten für beide Markttage. Die einzelnen Plätze sind nummeriert und werden vor Ort markiert. Waren dürfen über Nacht am Stand bleiben.

Auf der Marktfläche sind Fahrzeuge und Verkaufsanhänger nicht zugelassen. Auch der Aufbau mit dem Auto ist dort nicht möglich. Imbiss, Getränke, Süßwaren und Wochenmarktartikel gehören nicht zum zugelassenen Verkaufsangebot.

Übrigens: Am Freitag, 11. September 2026, wird auch in Nürnberg die Earth Night begangen. Dafür schaltet die Stadt die Beleuchtung zahlreicher Denkmäler und historischer Bauwerke die ganze Nacht über ab. Mit dem Aktionstag bleiben unter anderem die Kaiserburg, Lorenzkirche, St. Sebald, Schöner Brunnen, Opernhaus, Kettensteg und Agnesbrücke im Dunkeln. Insgesamt werden in dieser Nacht an rund 60 Objekten mehr als 800 Scheinwerfer abgeschaltet, meldet die Stadt in einer Pressemitteilung. Die Straßenbeleuchtung bleibt aus Sicherheitsgründen eingeschaltet. Die Händlerinnen und Händler sind aber, wie jedes Jahr, auf den bis 24 Uhr dauernden Nachtmarkt eingestellt und haben ausreichend Leuchten und Lampen an den Ständen, um ihre Waren ins richtige Licht zu setzen, heißt es weiter.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 23. August 2026 veröffentlicht, am 4. September wurde er um weitere, neue Informationen der Stadt ergänzt.