
Zwei weitere Männer sind in Nürnberg mit dem Verdacht festgenommen worden, Drogen an minderjährige Mädchen abgegeben zu haben. Einem der beiden Männer werden laut Polizei Mittelfranken zudem Sexualstraftaten vorgeworfen. Gegen beide Tatverdächtige erließ das Amtsgericht Nürnberg Untersuchungshaftbefehle, wie die Polizei am Dienstag in einer Pressemitteilung erklärt.
In der Nacht zu Montag, 10. August 2026, alarmierte eine 15-Jährige aus einer Wohnung in der Unteren Kanalstraße in Nürnberg die Polizei, weil sie dort von einem Mann sexuell bedrängt worden sei. Derselbe Mann habe ihr zudem Drogen angeboten. Ein 46-Jähriger konnte als Tatverdächtiger festgenommen werden, so die Polizei.
Die Ermittler gehen laut dem Pressebericht der Polizei davon aus, dass der Mann in der Vergangenheit eine weitere 15-Jährige im Gegenzug für die Abgabe von Betäubungsmitteln und Geld sexuell missbraucht haben soll.
Unabhängig von dem Fall wurde am Freitag, 14. August 2026, ein weiterer Tatverdächtiger im Nürnberger Stadtgebiet festgenommen. Vorausgegangen waren Hinweise von Passanten, denen am frühen Morgen am Leonhardsplatz eine Jugendliche aufgefallen war, die offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten die 15-Jährige und eine gleichaltrige Begleiterin zuvor von einem 21-Jährigen verschiedene Drogen erhalten. Aufgrund der erheblichen Auswirkungen des Drogenkonsums musste die Jugendliche vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht werden.
Seit Monaten häufen sich in Nürnberg Festnahmen wegen Sexual- und Betäubungsmittel-Delikten. Um dem entgegenzuwirken, gründete die Kriminalpolizei Nürnberg im Mai die Ermittlungskommission „EKO Kajal“. Sie beschäftigt sich mit Fällen, bei denen Männer weiblichen Minderjährigen Drogen anbieten. Die daraufhin entstandene Abhängigkeit nutzen die Tatverdächtigen laut Polizei, um sexuelle Gegenleistungen einzufordern oder die Betroffenen zu vergewaltigen, während diese unter dem Einfluss der Betäubungsmittel stehen. Bereits Ende Juli saßen durch die Arbeit von „EKO Kajal“ zwölf Männer in Haft. Diese Ermittlungsarbeit soll laut dem Polizeipräsidium Mittelfranken vorerst unvermindert weitergeführt werden.
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