Zeil am Main - Ein amerikanisches Diner in Franken schließt – und die Betreiber finden dafür bewegende Worte. Was steckt hinter dem Ende des beliebten Restaurants und wie reagieren die Menschen in der Region? Alle Infos gibt es hier.

Ein beliebtes amerikanisches Diner in Franken hat seine Türen für immer geschlossen. Das American History Diner in Zeil am Main in Unterfranken gab die Schließung Mitte August in einem emotionalen Facebook-Statement bekannt. Der Betrieb sei sofort eingestellt worden. In sozialen Netzwerken zeigen sich viele Gäste betroffen.

In ihrer Stellungnahme beschreiben die Betreiber Oliver und Sven, wie viel Herzblut, Zeit, Kraft und eigenes Geld sie in das Lokal gesteckt haben. Neue Veranstaltungen, neue Ideen, immer wieder Versuche, das Diner wirtschaftlich auf Kurs zu bringen – doch am Ende habe es nicht gereicht.

„Die wirtschaftliche Entwicklung nach der Übernahme hat sich für uns deutlich schwieriger dargestellt, als wir ursprünglich erwartet hatten. Einige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen haben sich im laufenden Betrieb anders entwickelt beziehungsweise dargestellt, als wir es zum Zeitpunkt unserer Entscheidung angenommen hatten“, schreiben sie.

Hinzu seien hohe laufende Kosten gekommen: insbesondere die Miete, gestiegene Betriebs- und Warenkosten sowie verschiedene Auflagen und weitere finanzielle Belastungen. „In ihrer Gesamtheit waren diese Kosten für uns auf Dauer wirtschaftlich nicht mehr tragbar“, so die Betreiber.

Das American History Diner hatte zuvor eine jahrelange Phase des Leerstands hinter sich, bevor Oliver und Sven das Lokal übernahmen und als Restaurant neu eröffneten. Ihr Konzept: die Atmosphäre der 1950er-Jahre, amerikanisches Flair mit Burgern, Pommes und Milkshakes – dazu eine Bühne für Livemusik und Veranstaltungen wie ein Kneipenquiz. Zur Wiedereröffnung seien sie damals regelrecht überrannt worden, erinnern sich die beiden. Doch der Aufschwung hielt nicht an. Gut zwei Jahre später ist schon wieder Schluss.

„Dieser Traum ist geplatzt“ – Betreiber verabschieden sich mit bewegenden Worten

Am Ende ihres Statements finden Oliver und Sven klare Worte: „Hinter dem American History Diner standen für uns nicht einfach nur ein Geschäft und Zahlen. Es war ein Traum, den wir mit sehr viel Hoffnung begonnen haben. Umso schmerzhafter ist es, sich eingestehen zu müssen: Dieser Traum ist geplatzt.“ Trotz allem bedanken sie sich bei allen, die das Diner unterstützt haben – bei Gästen, Stammgästen, Freunden, Musikern, Geschäftspartnern und dem Team.

Gäste trauern: „Ein echter Verlust für Zeil“

Die Reaktionen auf die Schließung in den sozialen Netzwerken sind eindeutig: Viele Gäste zeigen sich betroffen und dankbar zugleich. „Wir werden Euer tolles Team und natürlich auch das leckere Essen und nicht zuletzt den riesigen (sau-)leckeren Shake sehr vermissen“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere kommentiert: „Ein echter Verlust für Zeil! Danke für euren Traum und die Energie, die ihr da reingesteckt habt – es war ein toller Ort mit vielen Ideen und Aktionen.“

Andere Kommentatoren loben das Durchhaltevermögen der Betreiber: „An eurem Engagement lag es sicher nicht!“, heißt es in einer Reaktion. Weitere Nutzerinnen und Nutzer wünschen dem Team viel Kraft für die Zukunft.