Nürnberg - Eine offizielle Ankündigung gibt es noch lange nicht, doch schon jetzt lässt sich ein realistischer Preisrahmen für die Nintendo Switch 3 berechnen.

Die Switch 2 ist noch gar nicht so lange auf dem Markt, da wagen sich Nintendo-Fans bereits an die nächste große Frage heran: Was wird die Switch 3 kosten? Durchaus eine gewagte Frage, schließlich hat Nintendo bislang nicht einmal ein Datum für den Nachfolger genannt. Ein Release der Nintendo Switch 3 ist frühestens 2030 oder 2031 realistisch, falls sich die Switch 2 schlechter verkauft als erhofft. Bleibt die aktuelle Konsole hingegen ein Dauerbrenner wie einst die erste Switch, könnte es sogar bis 2033 dauern. Trotzdem lässt sich mit ein paar handfesten Fakten schon jetzt eine seriöse Preisspanne berechnen.

Was die Nintendo Switch 1 und 2 verraten

Der Blick zurück hilft dabei enorm. Die erste Nintendo Switch kam im März 2017 hierzulande für rund 330 Euro auf den Markt. Die Switch 2 kostete zum Marktstart 2025 stolze 470 Euro, ab September 2026 steigt der Preis sogar auf rund 500 Euro. Rechnet man die deutsche Inflation der vergangenen acht Jahre ein (insgesamt circa 28 Prozent), wäre die Switch 1 heute rein inflationsbereinigt etwa 421 Euro wert. Die Switch 2 liegt aber nochmal rund 49 Euro darüber, also gut 11 bis 12 Prozent mehr, als die reine Teuerung hergibt. Dieser Aufschlag kommt nicht von ungefähr.

Warum Nintendo bei neuen Switch-Konsolen drauflegt

Mehr Leistung, neue Funktionen wie der Maus-Modus und eine Nachfrage, die Nintendo lange kaum bedienen konnte, treiben den Preis der Switch 2 zusätzlich nach oben. Hinzu kommt aktuell die globale RAM- und Speicherkrise, ausgelöst durch den enormen Speicherhunger der KI-Branche. Nintendos Einkaufskosten für Arbeitsspeicher sind laut einem Bloomberg-Bericht bereits stark gestiegen, auch wenn der Konzern die Mehrkosten bislang noch selbst abfedert. Ob sich diese Lage bis zum Switch-3-Release wieder entspannt, ist die entscheidende Unbekannte in der ganzen Rechnung.

Analysten von S&P Global Market Intelligence gehen davon aus, dass sich der Speichermarkt bis etwa 2028 wieder normalisiert. Zum Vergleich: Für die PlayStation 6 und die nächste Xbox-Konsole („Project Helix“) werden für den Release 2027 oder 2028 bereits Preise zwischen 600 und 800 US-Dollar beziehungsweise Euro gehandelt. Nintendo positioniert sich traditionell aber deutlich günstiger als die Konkurrenz von Sony und Microsoft.

So viel könnte die Nintendo Switch 3 tatsächlich kosten

Rechnet man den historischen Aufschlag von rund 11 bis 12 Prozent sowie eine moderate Inflation von etwa 2 Prozent pro Jahr auf den aktuellen Switch-2-Preis von rund 500 hoch, ergibt sich für einen früheren Release 2030 oder 2031 eine Preisspanne von etwa 600 bis 615 Euro. Kommt die Switch 3 hingegen erst 2033, wäre ein Preis zwischen 635 und 645 Euro realistisch, mit Blick auf Nintendos Vorliebe für Preise wie 649 Euro sogar noch etwas mehr. Bleibt die aktuelle Speicherkrise länger bestehen als erwartet, könnte der Aufschlag deutlich höher ausfallen als in der Vergangenheit, dann wäre selbst ein Preis nahe 700 Euro keine Überraschung mehr.

So viel könnte der Nachfolger der Switch 2 wirklich kosten

Eine Preisspanne von 600 bis 650 Euro erscheint auf Basis aller bekannten Trends aktuell am wahrscheinlichsten für die Nintendo Switch 3. Ganz wichtig dabei: Das ist eine reine Modellrechnung auf Basis von Inflation, historischen Preissprüngen und Branchenvergleichen, keine offizielle Ankündigung von Nintendo. Bis zum tatsächlichen Release dürften noch etliche Jahre vergehen, in denen sich sowohl die Weltwirtschaft als auch der Speichermarkt nochmal spürbar verändern können. Nintendo-Fans sollten die Zahl daher als groben Anhaltspunkt verstehen und nicht als in Stein gemeißelt.