München - 25 Messstationen in Bayern warnen vor höchster Gefahr. Auch in Teilen Frankens reagieren die Behörden mit scharfen Maßnahmen. Wie man sich jetzt in Waldgebieten verhalten soll und was aktuell unternommen wird.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden Tage eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr für weite Teile Bayerns gemeldet. 25 Messstationen im Freistaat zeigen für Donnerstag die höchste Gefahrenstufe, 17 darunter allein in Franken. Auch für Nürnberg gilt am Donnerstag die höchste Gefahrenstufe. Die Landesregierungen von Niederbayern und der Oberpfalz haben bereits Beobachtungsflüge angeordnet.

Hier herrscht in Franken die höchste Waldbrandgefahr

Mittelfranken

  • Gollhofen (Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
  • Möhrendorf-Kleinseebach (Landkreis Erlangen-Höchstadt)
  • Nürnberg Flughafen (Stadt Nürnberg)
  • Rothenburg ob der Tauber (Stadt)
  • Weidenbach-Weiherschneidbach (Landkreis Ansbach)

Unterfranken

  • Arnstein-Müdesheim (Landkreis Main-Spessart)
  • Bad Kissingen (Landkreis Bad Kissingen)
  • Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld)
  • Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg)
  • Kitzingen (Landkreis Kitzingen)
  • Lohr-Halsbach (Landkreis Main-Spessart)
  • Neuhütten (Landkreis Main-Spessart)
  • Ostheim vor der Rhön (Landkreis Rhön-Grabfeld)
  • Röllbach (Landkreis Miltenberg)
  • Sandberg (Landkreis Rhön-Grabfeld)

Oberfranken

  • Bamberg (Stadt)
  • Kronach (Landkreis Kronach)

Luftbeobachtungen sollen große Waldbrände verhindern

Auch am heutigen Mittwoch sowie am Freitag und am Samstag besteht laut DWD-Daten ein mittleres bis hohes Waldbrandrisiko im Freistaat. Um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, sollen in Niederbayern von Mittwoch bis Freitag Luftbeobachtungen durchgeführt werden. In der Oberpfalz soll sogar bis Montag geflogen werden.

Inzwischen ist auch die erste fränkische Regierung nachgezogen: In ganz Oberfranken sollen am Freitag und Samstag Luftbeobachtungsflüge stattfinden. Die Flüge sind jeweils für den Nachmittag angedacht.

Um das Risiko für Brände zu minimieren, rufen die Landesregierungen dazu auf, in Waldgebieten und deren Umgebung keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Fahrzeuge sollten zudem nicht auf leicht entzündlichem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen geparkt werden.

Hitze wird immer heftiger - bis zu 37 Grad möglich

Insbesondere für den Süden Bayerns gilt laut DWD am Mittwoch zudem eine Hitze-Warnung: Am Westrand von Hoch Olaf über Osteuropa gelange von Südwesten zunehmend heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Süddeutschland. Für den Nachmittag und Abend müsse in Alpennähe mit einzelnen Gewittern und Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Im Norden Bayerns bleibe es zwar heiß, Unwetter drohten hier aber nicht.

Der Mittwoch startet laut DWD vor allem in Schwaben teilweise wolkig, vereinzelt könne es auch etwas regnen. Sonst gebe es häufig Sonne. Das Thermometer klettert im Freistaat auf 31 bis 35 Grad - es ist der Beginn einer neuen Hitzewelle. Im Norden kann es sogar noch heißer werden, das Quecksilber kann hier auf bis zu 37 Grad klettern. Für die kommenden Tage muss mit weiter steigenden Temperaturen gerechnet werden.