
Die Stadt Fürth kann das vergangene Haushaltsjahr mit einem Überschuss in Höhe von fünf Millionen Euro abschließen (Vorjahr: 14,4 Millionen Euro). Das teilt die Stadt basierend auf der Jahresrechnung in einer Presseinformation mit.
Ein großes Thema ist weiterhin der Schuldenabbau. Noch im Jahr 2010 lag die Pro-Kopf-Verschuldung der Fürtherinnen und Fürther noch bei 2.550 Euro, inzwischen ist der Wert auf 1.160 Euro gesunken. Das bedeutet: Der Schuldenstand des Fürther Kernhaushalts hat sich in 16 Jahren auf die Hälfte reduziert. Im abgelaufenen Haushaltsjahr wurden konkret weitere zwei Millionen Euro Schulden abgebaut. Die dadurch sinkenden Zinsausgaben beziehungsweise Zinsersparnisse werden laut der Pressemitteilung in Bildung, Kinderbetreuung und Infrastruktur investiert.
„Es gelingt im Rathaus, zeitgleich Rekordinvestitionen und Schuldenabbau zu leisten und zudem noch eine Rücklage in Höhe von derzeit 162,6 Millionen zu bilden. Die Kleeblattstadt ist damit weiter gut aufgestellt“, bilanziert die Stadt. Oberbürgermeister Thomas Jung bezeichnet die gegenwärtige Fürther Finanzstrategie als „nachhaltig und generationengerecht“.
Aber: Es bestehe auch keine Alternative für diesen Weg. Die Ausgabensteigerungen in den Bereichen Soziales und Personal werden auf absehbare Zeit nicht enden, die Sozialausgaben des Bezirks Mittelfranken steigen. Somit werde Fürth eine „erheblich höhere Bezirksumlage“ schultern müssen. Darüber hinaus ist die zukünftige Finanzierung des Klinikums ungewiss.
Insgesamt rechnen der Oberbürgermeister Jung sowie Finanzreferentin Stefanie Ammon mit rund 80 Millionen Euro Mehrbelastung in den nächsten Jahren und betonen: „Wir müssen also trotz des erfreulichen Ergebnisses aktuell weiterhin konsequent sparsam wirtschaften, wollen wir nicht auch in eine verhängnisvolle Schuldenspirale rutschen“, betonen OB und Finanzreferentin.“
