
Schon 2018 sorgte „Children of Blood and Bone“ für Aufregung unter Buch-Fans. Es ist der Debütroman der nigerianisch- amerikanischen Autorin Tomi Adeyemi und der erste Teil der „Legacy of Orïsha“ -Trilogie, einer politischen Fantasy-Buchreihe. Adeyemi zog ihre Inspiration aus Fantasy-Reihen wie „Harry Potter“, sowie aus der westafrikanischen Mythologie und Kultur. Das Buch wurde schnell zum New York Times-Bestseller.
„Children of Blood and Bone - Goldener Zorn“ von Tomi Adeyemi
Das Buch handelt vom Land Orïsha. Die Protagonistin, Zélie, gehört den Maji an, einer Bevölkerungsgruppe, die eigentlich magische Fähigkeiten haben. Allerdings hat der König des Landes fast alle Maji umgebracht und dabei ihre Magie zerstört. Die Überlebenden sind nun Sklaven. Eines Tages findet Zélie zufällig ein magisches Artefakt. Nun hat sie die Chance, die Magie wieder zurückzubringen und alle Maji zu retten.
„Children of Blood and Bone - Goldener Zorn“
von Tomi Adeyemi
- übersetzt von Andrea Fischer
- Fischer Tor
- 624 Seiten
- ISBN 978-3-596-71216-8
- 18 Euro
Das macht die Buchreihe von Tomi Adeyemi so besonders
Das Buch beeindruckt Leserinnen und Leser vor allem durch seine Einzigartigkeit. Es ist eigentlich ein typisches Fantasy-Buch, hat allerdings eine weibliche Heldin, fast ausschließlich schwarze Protagonisten und die Fantasy-Welt ist von Westafrika inspiriert. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist, dass die im Buch dargestellten Gewalttaten reale Verbrechen sind, die so an Schwarzen verübt wurden. Damit möchte Adeyemi eine Gesellschaftskritik schaffen und vor allem eine Geschichte erzählen, in der sich schwarze Teenager wiederfinden können und die neue Perspektiven eröffnet.
Verfilmung von „Children of Blood and Bone“ sorgt für Diskussion
Nun wird dieser erste Teil der Reihe von Paramount Pictures verfilmt. Der Film soll am 15. Januar 2027 erscheinen. Das Drehbuch schrieb Gina Prince-Bythewood („The Woman King“), zusammen mit Autorin Adeyemi.
Mit dabei sind Stars wie Amandla Stenberg, Thuso Mbedu, Tosin Cole, Damson Idris, Cynthia Erivo, Lashana Lynch, Regina King, Idris Elba, Chiwetel Ejiofor und Viola Davis.
Genau dieser Cast sorgt jetzt für Aufruhr: Amandla Stenberg ist mixed, spielt jetzt aber in einem Film mit, der schwarze Kultur und Menschen stärken soll. Viele Buch-Fans regt das auf, da sie ihrer Meinung nach die Rolle wegnimmt, die schwarzen Schauspielerinnen zusteht.
Autorin Tomi Adeyemi distanziert sich von der Verfilmung
Diese Diskussion geht so weit, dass sich selbst Autorin Tomi Adeyemi jetzt von dem Film distanziert. „Es gibt einen Grund, warum ich nichts über die Verfilmung meiner Arbeit veröffentlichen werde“, schreibt sie in Gruppenchat-Nachrichten, die jetzt auf Facebook kursieren. Auch auf Instagram postet die Autorin Chatnachrichten, die scheinbar an Stenberg verfasst waren: „Benutze nie wieder meinen Namen in einem Interview oder Video. Schreibe mir nicht. Ruf mich nicht an“.
Auf TikTok postet sie ein Statement. Dort sagt sie: „Ich habe den Film nicht gesehen, und ich werde ihn nicht ansehen“.
Tomi Adeyemi Distances herself from the adaptation of her novel “The Children of Blood and Bone”
by u/ASofMat in Fauxmoi
Viele Fans sind jetzt zwiegespalten, ob sie den Film ansehen sollen oder nicht. Einerseits wollen sie Adeyemi beistehen, andererseits möchten sie sich selbst ein Bild machen. Einem Fan antwortete Adeyemi auf diese Frage: „Es stört mich nicht, wenn jemand den Film anschauen geht. Ich habe ihn für uns geschrieben. Ich habe für uns gekämpft. Ich lege nur mein Schwert ab und separiere offiziell meinen Namen, weil ich nicht weiter hinter den Kulissen verletzt und attackiert werden kann“.
Mittlerweile hat Adeyemi die Posts von ihrer TikTok-Seite gelöscht, auf Reddit lassen sich die Statements allerdings noch finden.


