
Es ist ein Vorfall, der theoretisch Millionen von Versicherten in Deutschland um ihr Geld bringen könnte. Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das vermeintlich von einer bekannten Versicherung verschickt wurde. Im Namen der Krankenkasse AOK werde demnach über einen angeblich erforderlichen Austausch älterer Gesundheitskarten informiert. Die E-Mail trage hier den Betreff „Wichtige Information zu Ihrer Gesundheitskarte“.
Als Begründung werde dann darauf verwiesen, dass vor Januar 2023 ausgestellte Gesundheitskarten aus Sicherheitsgründen und zur Kompatibilität mit neuen digitalen Lesegeräten ersetzt werden müssten. Erfolge der Austausch nicht zeitnah, könne die Gesundheitskarte ab dem 1. August 2026 nicht mehr genutzt werden. Für den angeblichen Austausch wird auf einen in der E-Mail enthaltenen Link verwiesen.
Aber auch so gebe es hier klare Anzeichen für Phishing zu erkennen: unpersönliche Anrede („Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter“), unseriöse Absenderadresse, Verweis auf eine angebliche gesetzliche Umstellung, Fristsetzung, Androhung einer Einschränkung der Gesundheitskarte sowie die Aufforderung zur Bestätigung über einen Link.
Experten raten: „Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie bei der AOK versichert sind, prüfen Sie ausschließlich über die offizielle App oder die offizielle Website, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“
Vorsicht auch hier: Millionen Steuerzahler in Deutschland von Abzocke betroffen
Aber auch in Sachen Steuererklärung gibt es derzeit einen wichtigen Warnhinweis: Auch hier versuchen Kriminelle im Namen vom Steuerportal Elster, an Daten von Millionen Steuerzahlern in Deutschland zu gelangen. Auch hier sei an dieser Stelle direkt gesagt: Auf keinen Fall solltest du hier auf etwas eingehen, es handelt sich hier schlicht und einfach um Betrug. Besonders dreist: Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit müssen sich (gewollt oder nicht) Tausende Menschen in der Bundesrepublik zwangsläufig mit dem Thema Steuererklärung auseinandersetzen. Es ist also deshalb durchaus möglich, dass man hier Post vom Finanzamt erwartet. Und genau das wollen die Diebe auf fiese Art und Weise ausnutzen und für ihre kriminellen Machenschaften missbrauchen. Was du in diesem Fall genau beachten musst, haben wir hier in diesem Artikel noch einmal kompakt für dich zusammengefasst:
Du bist allgemein auf der Suche nach weiteren Meldungen rund um den Themenbereich Finanzen und Betrug? Dann solltest du dir diese Übersicht hier noch einmal genauer ansehen.
Betrüger werden immer cleverer - Opfer müssen sich nicht schämen
In Fällen dieser Art gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht treffen.
Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhältst du mehrere Nachrichten über ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.

