
Das Fürther Einkaufszentrum Flair bekommt eine der umfangreichsten Veränderungen in seiner Mieterstruktur seit der Eröffnung 2021. Bis Anfang 2027 sollen acht neue Geschäfte eröffnen – darunter Gastronomie, Mode, Dienstleistungen, ein Tattoo-Studio und ein asiatischer Supermarkt. Gleichzeitig schließt mit Vero Moda in Kürze ein weiterer Mieter.
Wer zieht ins Flair ein – und wann
Den Anfang macht noch im Juli das Coffee Fee, ein Café- und Brunchkonzept. Im August folgen Pizza Rossa, die Kaffeekette Dunkin‘ sowie die Tech Klinik, ein Reparaturservice für Smartphones und Tablets. Für September sind gleich drei weitere Eröffnungen angekündigt: das Café und die Bäckerei Pain Doré, das Modegeschäft In Love with Amsterdam sowie ein Tattoo-Studio. Ab Oktober will dann das Schuh- und Textilgeschäft Mücke ein Outlet auf rund 2000 Quadratmetern im Untergeschoss öffnen. Zum Jahreswechsel ist schließlich eine Filiale von Go Asia geplant – nach eigenen Angaben die größte asiatische Supermarktkette Deutschlands mit einem Sortiment von rund 7000 Produkten.
Die Fläche im Untergeschoss stand seit der Schließung des Elektronikmarkts Expert vor rund einem Jahr leer. Das Mücke-Outlet, das bisher in der Gebhardtstraße zu finden ist, soll diese Fläche ab Oktober belegen. Für das Unternehmen bedeutet der Umzug auch eine inhaltliche Neuausrichtung: Langfristig soll das Sortiment zu gleichen Teilen aus Schuhen und Textilien bestehen, ergänzt durch Accessoires. Damit schließt das Flair zugleich eine weitere Lücke: Ein Schuhgeschäft gibt es im Center seit der Schließung von Tretter im Sommer 2024 nicht mehr.
Bereits drei Neuzugänge in Betrieb – doch es gibt auch Schließungen
Die aktuelle Vermietungswelle begann bereits vor einigen Monaten. Neben dem Entertainment-Angebot Playzone und der Parfümerie Qamer ist seit Mai auch Stayery in Betrieb – ein Anbieter von Serviced Apartments mit 60 Einheiten. Insgesamt zählt das Flair-Management zwölf Neuvermietungen innerhalb von sechs Monaten, rund 3200 Quadratmeter neu vermietete Fläche und fünf Vertragsverlängerungen bestehender Mieter.
Zuletzt schloss der Unterwäsche-Laden Nina von C., und auch die Filiale von Vero Moda wird in den kommenden Wochen schließen. Das Flair hat seit seiner Eröffnung regelmäßig Mieterwechsel erlebt – phasenweise standen Flächen leer, was die Attraktivität des Einkaufzentrums belastete. Eigentümer Michael Peter der P&P Gruppe setzt deshalb auf ein breiteres Konzept: Das Flair soll kein klassisches Einkaufszentrum sein, sondern ein Standort mit unterschiedlichen Nutzungen – Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeit, Büros und Übernachtung.
Aktive Innenstadtarbeit
Oberbürgermeister Thomas Jung verwies bei der Pressekonferenz am Montag darauf, dass sichtbare Leerstände in vielen deutschen Städten ein zentrales Problem seien. Für Fürth beschrieb er die Lage als vergleichsweise gut. Wirtschaftsreferent Horst Müller ergänzte, dass die Stadt seit mehr als 20 Jahren aktiv Innenstadtarbeit betreibe und sich das eben auszahle.