
Seit Wochen gehen Ermittler gegen mutmaßliche Dealer vor, die im Nürnberger Bahnhofsmilieu Mädchen und junge Frauen Drogen geben und sie vergewaltigen sollen. Nun sind zwei weitere Verdächtige in U-Haft: Im Mai 2026 hat die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ der Nürnberger Kriminalpolizei ihre Ermittlungen zu Sexualdelikten gegen Mädchen und junge Frauen sowie zur Abgabe von Betäubungsmitteln und Medikamenten an Minderjährige im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs aufgenommen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken jetzt mitteilt, haben Beamtinnen und Beamte nun zwei weitere Männer im Alter von 21 und 40 Jahren festnehmen können.
Um was geht es? Am Freitag, 3. Juli 2026, soll der 21-Jährige zwei Mädchen im Alter von 15 und 18 Jahren in einer Wohnung in der Nürnberger Südstadt vergewaltigt haben. Laut Angaben der Polizei verdichteten sich zudem die Hinweise, dass die beiden jungen Frauen am Abend zuvor mehrere Betäubungsmittel von dem 40-Jährigen verabreicht bekamen. Die Beamten der „EKO Kajal“ konnten die beiden Tatverdächtigen dann am Samstag, 4. Juli, identifizieren und entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erwirken.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler in mehreren Wohnungen der Mitteilung zufolge Beweismittel sicher. Diese seien in Zusammenhang mit den Vergewaltigungen und der Abgabe von Betäubungsmitteln zu bringen, heißt es. Die 18-Jährige erlitt der Polizei zufolge durch das Geschehene Verletzungen, welche in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden mussten. Beide Mädchen werden zudem laut Angaben der Polizei psychologisch betreut.
Die beiden Tatverdächtigen, der 21- Jährige und der 40-Jährige, wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Sonntag, 5. Juli, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ laut Mitteilung Haftbefehle gegen die beiden Männer - unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige. Beide Männer seien daraufhin in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert worden, teilt die Polizei mit.
Der Mitteilung zufolge befinden sich damit nur zehn Tatverdächtige in Haft. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, werden die Ermittlungen weiter fortgeführt.
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