Nürnberg - Elden Ring steht in den Startlöchern für die Nintendo Switch 2. Doch ausgerechnet ein Detail treibt vielen Fans die Zornesröte ins Gesicht.

Kaum ein Spiel wurde von den Nintendo-Fans so herbeigesehnt wie Elden Ring: Tarnished Edition für die Switch 2. Der Port des gefeierten Action-Rollenspiels wurde schon vor über einem Jahr angekündigt, dann aber überraschend verschoben. Monatelang war es still um das Projekt, Spekulationen und Sorgen um die Technik machten die Runde. Inzwischen ist der Release-Termin für Switch 2 zwar fix, doch statt ungetrübter Vorfreude gibt es für Nintendo-Fans gleich mehrere Knackpunkte zu verdauen.

Elden Ring für Nintendo Switch 2: Das steckt in der Tarnished Edition

Elden Ring gehört zu den erfolgreichsten Spielen der letzten Jahre: Mehr als 400 „Game of the Year“-Nominierungen und über 30 Millionen verkaufte Einheiten sprechen für sich. Mit der Tarnished Edition bekommen Switch-2-Gamer nicht nur das Hauptspiel, sondern gleich das komplette Paket: Enthalten sind neben dem Hauptspiel auch die beliebte Erweiterung Shadow of the Erdtree, dazu neue Waffen sowie exklusive Rüstungsskins für das treue Ross Sturmwind. Klingt nach einem Rundum-Paket - doch der Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

Ursprünglich sollte Elden Ring nämlich bereits 2025 für die Switch 2 erscheinen. Im Herbst 2025 dann die Ernüchterung: Der offizielle Elden-Ring-Account verkündete eine Verschiebung ins Jahr 2026, offiziell begründet mit zusätzlicher Zeit für „Performance-Anpassungen“. Für viele Fans klang das nach einer diplomatischen Umschreibung eines viel größeren Problems. Und tatsächlich hatte diese Formulierung einen sehr konkreten Hintergrund, der sich schon Monate zuvor angedeutet hatte.


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Elden Ring auf der Nintendo Switch 2: Erst dicke Luft, jetzt alles gut?

Denn auf der Gamescom 2025 sorgten erste Anspielmöglichkeiten für echten Gesprächsstoff, allerdings nicht im positiven Sinne. Spielejournalisten berichteten von massiven Framerate-Einbrüchen im Handheld-Modus. Teils sollen die Bildraten auf geschätzte 15 bis 20 Bilder pro Sekunde eingebrochen sein. Bandai Namco ließ an den Anspielstationen sogar keine eigenen Gameplay-Aufnahmen der Presse zu, was viele als stillschweigendes Eingeständnis der Probleme werteten. Auf der Game Developers Conference 2026 zeigte sich einige Monate später dann allerdings ein deutlich runderes Bild.

Die überarbeitete Version von Elden Ring lief mit spürbar stabilerer Framerate auf der Switch 2, ein offizielles Direct-Feed-Video aus jüngerer Zeit bestätigte diesen positiven Trend zusätzlich. Ganz ausgestanden ist die Performance-Frage damit aber noch nicht, denn finale Reviews am fertigen Spiel stehen eben weiterhin aus.

Ein Grund für die Skepsis liegt in der Hardware selbst. Die Switch 2 verfügt über keine variable Bildwiederholrate (VRR) im TV-Modus, wodurch Framerate-Schwankungen deutlich auffälliger wirken als etwa auf der PS5. Realistisch gilt ein Ziel von 30 Bildern pro Sekunde mit dynamischer Auflösung, die im TV-Modus vermutlich höher ausfällt als im mobilen Betrieb. Selbst auf leistungsstärkeren Konsolen kämpfte Elden Ring seit dem Release 2022 phasenweise mit Rucklern, ein waschechtes Performance-Wunder darf also auch auf der Switch 2 niemand erwarten. Umso spannender wird es, wie sich das fertige Spiel am Verkaufsstart schlägt.

Nintendo-Fans wütend: Softwareschlüssel-Karte trotz stolzem Elden-Ring-Preis

Und dann ist da noch das Thema, das viele Nintendo-Fans schon seit dem Switch-2-Start begleitet: Elden Ring: Tarnished Edition erscheint digital im Nintendo eShop für rund 80 Euro, die physische Version kommt jedoch lediglich als sogenannte Softwareschlüssel-Karte auf den Markt, obwohl sie ebenfalls rund 80 Euro kostet. Wer sich also eine „echte“ physische Version mit vollständigen Spieldaten auf der Karte erhofft hatte, wird enttäuscht.

Lohnt sich Elden Ring: Tarnished Edition für die Nintendo Switch 2?

Ob sich der Kauf von Elden Ring für die Switch 2 zum Release im August lohnt, hängt am Ende von zwei Faktoren ab, die sich erst kurz vor oder nach dem Release wirklich abschließend beurteilen lassen: der tatsächlichen technischen Performance und der persönlichen Bereitschaft, für eine reine Software-Lizenz auf einer Karte den vollen Preis zu zahlen. Inhaltlich bekommen Käufer mit Basisspiel und Shadow of the Erdtree zweifellos ein umfangreiches und hochkarätiges Paket. Wer bislang nur auf Nintendo-Konsolen unterwegs war und Elden Ring verpasst hat, dürfte trotz aller Kritikpunkte kaum um einen Blick in die „Lande Zwischen“ herumkommen. Ob die Switch 2 diesem Härtetest technisch tatsächlich standhält, wird sich endgültig erst zeigen, wenn die ersten Tests zum Release vorliegen.