Fürth - Abkühlung mitten in der Stadt: Die Infra Fürth hat drei sogenannte „Frischespender“ installiert. Die Edelstahlsäulen versprühen feinen Wassernebel – und das ganz ohne nass zu werden.

Die Hitzewelle der vergangenen Woche hat Fürth und ganz Deutschland fest im Griff gehabt – und solche Extremtemperaturen dürften durch den Klimawandel künftig öfter auftreten. Die Stadt Fürth und die Infra haben darauf jetzt mit einer neuen Maßnahme reagiert: Drei Sprühnebelsäulen sorgen seit kurzem für Abkühlung in der Innenstadt. Die Infra investierte dafür rund 24.000 Euro.

Wie die „Frischespender“ in Fürth funktionieren

Die „Frischespender“, wie die Infra sie nennt, sind mit speziellen Düsen sowie einem Infrarottaster ausgestattet. Wer die Säule aktiviert, wird mit feinem Wassernebel umhüllt. „Der feine Sprühnebel verdunstet in der Luft, entzieht der Umgebung Wärme und kühlt die Luft spürbar um bis zu zwölf Grad Celsius ab. Man wird dabei nicht nass, wenn man unter der circa zwei Meter hohen Nebeldusche steht“, erklärt infra-Chef Marcus Steurer. Dabei ist die Anlage auf sparsamen Wasserverbrauch ausgelegt: Pro Minute sollen etwa 1,8 Liter Wasser durch die Düsen fließen.

Sprühnebelsäulen an drei Standorten in Fürth

  • Schwabacher Straße, in der Nähe des Woolworth-Gebäudes
  • Gustav-Schickedanz-Straße beim U-Bahnabgang Richtung Bahnhof
  • Rudolf-Breitscheid-Straße, Höhe Hausnummer 3

Idee stammt aus Wien – Oberbürgermeister brachte sie nach Fürth

Die Inspiration für die neuen Anlagen stammt aus dem Nachbarland: Oberbürgermeister Thomas Jung hatte die Idee im vergangenen Jahr aus Wien mitgebracht und in Fürth umgesetzt. Er sieht in solchen Maßnahmen einen wichtigen Baustein für eine klimaangepasste Stadtentwicklung. Rund 8000 Euro hat die Infra pro Säule investiert.

Damit die Sprühsäulen bedenkenlos genutzt werden können, will die Infra mit regelmäßigen Probenahmen durch ihr akkreditiertes Labor für die Einhaltung der Hygienestandards sorgen. Zusätzlich spülen sich die Säulen in festgelegten Abständen automatisch selbst durch. Im Winter werden die Anlagen abmontiert und eingelagert.

Die Sprühsäulen ergänzen das Fontänenfeld, das die Infra bereits im vergangenen Sommer ebenfalls in der Schwabacher Straße errichtet hatte. Neben den Sprühneblern hat die Infra einen weiteren Trinkwasserspender am Stresemannplatz aufgestellt – damit gibt es in Fürth nun insgesamt sechs solcher Spender. In Kürze soll noch ein weiterer in der Dambacher Straße hinzukommen.