
Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist das Milliarden-Unternehmen PayPal einmal mehr in den Fokus von Betrügern geraten. Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, trage die Mail hier den Betreff „Wichtige Mitteilung zur Einhaltung der PSD2-Sicherheitsrichtlinien“. Im Namen von PayPal werde behauptet, die verwendete Authentifizierungsmethode („Passkey“) entspreche nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen.
Als Begründung werden angebliche Vorgaben aus den PSD2- und EBA-RTS-Richtlinien genannt. Zur weiteren Nutzung des Kontos solle eine Verifizierung über den in der E-Mail enthaltenen Link durchgeführt werden. Bei fehlender Verifizierung innerhalb von 24 Stunden drohen Einschränkungen des Kontos (u. a. beim Senden und Empfangen von Geldern).
Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unseriöse Absenderadresse, Verweis auf regulatorische Vorgaben zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit, kurze Fristsetzung, Androhung von Kontoeinschränkungen sowie ein Link in der Mail.
Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein PayPal-Konto nutzen, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle PayPal-App oder die bekannte Internetseite des Anbieters.“
In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.
Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.
