Nürnberg - Kein Beziehungsstatus, keine Kompromisse – einfach weiter treffen. Was früher nach einer Affäre klang, hat heute einen Namen: Situationship. Sexualtherapeutin Nancy Hanisch weiß alles über dieses Phänomen - auch wie es besser gehen könnte.

Kein Beziehungsstatus, keine Kompromisse – einfach weiter treffen. Was früher nach einer klassischen Affäre klang, hat heute einen Namen: Situationship. Sexualtherapeutin Nancy Hanisch erklärt in der neuen Folge unseres intimen Podcasts „heiß & innig“, warum sich dieses Muster inzwischen quer durch alle Altersgruppen zieht – und warum es sich trotzdem kaum jemand wirklich so wünscht.

Die Diagnose klingt paradox: Je mehr Auswahl Dating-Apps und Social Media versprechen, desto schwerer fällt die Entscheidung für eine Person. Man bleibt lieber weiter tendenziell verfügbar, zeigt sich immer nur von seiner besten Seite - und irgendwann ist aus den ständigen Kennenlern-Phasen ein Jahrzehnt geworden.

Hanisch beschreibt, was dabei verloren geht: nicht nur die Verbindlichkeit, sondern auch die Fähigkeit, sich wirklich zu zeigen – mit den schlechten Tagen, den Kanten, der Verletzlichkeit. Wer das nie übt, findet sich irgendwann mit fünfunddreißig in der nächsten Situationship wieder und fragt sich, wie das passieren konnte.

Situationship: Ist es falsch, lange unterschiedliche Partner zu testen

Die Hosts Johannes Alles und Antonia Haberberger haken nach: Ist es eigentlich so falsch, lange zu testen? Vermeiden immer mehr Frauen feste Beziehungen, weil sie das Gefühl haben, deutlich mehr emotionalen Aufwand in eine Partnerschaft zu stecken als die Männer? Und warum überfordert ein Mann, der seine Gefühle benennt, manchmal ausgerechnet die Frauen, die sich genau das wünschen?

Hanisch gibt darauf keine einfachen Antworten – aber eine Haltung, die hängen bleibt: weniger Performance, mehr echtes Fühlen. Eine Folge, die trifft – egal ob man gerade in einer Situationship steckt oder nicht.

Das komplette Gespräch sowie alle weiteren Folgen unseres Podcasts „heiß & innig“ hören Sie auf allen gängigen Playern wie Spotify oder unter nordbayern.de/podcasts bzw. nn.de/podcasts. Die aktuelle Folge hängt zudem in diesem Text.