Nürnberg - Sommerzeit ist Zeckenzeit: Neben den gängigen Tipps zur Vorbeugung und Zeckenentfernung gibt es auch unkonventionelle Tipps - zwei Life-Hacks, die du vielleicht noch nicht kanntest.

Die Zeckenzeit in Deutschland dauert etwa von März bis November, sobald die Temperaturen dauerhaft über circa 7 Grad Celsius steigen. Aufgrund milder Winter sind die Parasiten jedoch mittlerweile oft ganzjährig aktiv. Im laufenden Jahr sind bereits mehr als 500 Menschen in Bayern durch Zeckenbisse erkrankt. Laut Gesundheitsministerium wurden bisher 14 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und mehr als 515 Fälle von Borreliose gemeldet. Das ist etwas weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Damals waren es 570 Fälle von Borreliose und 21 FSME-Erkrankungen. Dennoch sind Zeckenstiche unangenehm und sollten bestenfalls vermieden werden, sowohl bei Zwei- als auch bei Vierbeinern.

Die effizientesten Tipps zur Vorbeugung und Entfernung von Zecken sind wahrscheinlich vielen bekannt: Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich absuchen, die Parasiten bestenfalls herausdrehen, dafür ein spezielles Werkzeug verwenden, Impfungen oder auf spezielle Präparate zur Prophylaxe zurückgreifen. Eine Zusammenfassung über Zecken, welche Gefahren von einem Zeckenbiss ausgehen und wie genau man am besten vorbeugt, findest du hier.

Zwei sogenannte Hacks - also eher unkonventionelle Tipps, die du vielleicht noch nicht kanntest, verraten wir dir hier.

Zecken leichter aufspüren mit dem Smartphone

Das Smartphone erleichtert dem Menschen den Alltag und auch Haustiere können dank cleverer Kamerafunktionen davon profitieren: Mithilfe der Lupe können Zecken auch in dichtem Fell von Hund und Katze leichter aufgespürt werden, als mit dem bloßen Auge. Dieser Hack funktioniert auf den meisten Smartphones, auf iPhones muss dafür die vorinstallierte App „Lupe“ geöffnet werden. Anschließend über die auf das grüne Pluszeichen vor „Filter“ klicken (so wird Steuerelement hinzugefügt)

Nun wird eine eine Symbolleiste eingeblendet, auf der man verschiedene Filter auswählen kann. Hier tippst du auf „invertiert“ und beendest den Vorgang mit „Fertig“.

Wenn du damit über Haar, Haut oder Fell fährst, kannst du Zecken durch die Farbumkehr im Idealfall besser auffinden.

Auch bei Android-Smartphones steht die invertierte Lupenfunktion zur Verfügung, sie ist allerdings nicht immer vorinstalliert. In den jeweiligen App-Stores finden sich aber einige kostenfreie Alternativen.

Zecken entfernen mit Klebeband

Greife zu einem Klebeband. Dabei kann es sich um einen handelsüblichen durchsichtigen Klebestreifen oder um ein Paketklebeband handeln, alternativ funktioniert auch eine Fusselrolle.

Wichtig: Dieser Hack funktioniert nur, wenn sich die Parasiten noch nicht in der Haut festgebissen haben. Schneide dafür ein Stück ab und drücke die klebrige Seite auf die Zecke und sammeln diese so ein. Die Zecke klebt an dem Streifen fest und kann so entfernt werden, ohne zu platzen. Anschließend das andere Ende des Klebebands oder ein weiteres Stück Klebestreifen von oben auf die Zecke kleben, sodass diese nirgends hin kann. Anschließend kann man die Zecke in dem Klebeband entsorgen, ohne Gefahr zu laufen, dass das Tier aus dem Mülleimer herauskrabbelt.

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