
Die Bucht Cala de Moro im Süden von Mallorca gilt mit dem türkisfarbenem Wasser und eingerahmt von Kalksteinfelsen als eine der schönsten auf der Insel. Die malerische Kulisse handelte sich in den vergangenen Jahren sogar den Beinamen „Instagram-Bucht“ ein. Lonely Planet listet die Bucht als idealen Foto-Spot.
Bei Google haben über 9000 Menschen eine Bewertung für die Bucht dagelassen. Es gibt viele beeindruckte Rezensionen über die Schönheit der Kulisse. Allerdings, so schreiben es mehrere User und Userinnen, sei der Strandabschnitt auch ziemlich überlaufen. Das Portal reisereporter berichtet von bis zu 5000 Menschen, die die kleine Bucht täglich besuchen wollen. Einige kommen nur, um ein Foto zu schießen und treten dann den Rückweg an. Auf dem 15 bis 20 minütigen Weg vom Parkplatz bis hinunter zum Wasser komme es zudem immer wieder zu langen Staus, berichten Besucher. Es kann passieren, dass man zwei Stunden lang anstehen muss, bis man hinunter an den Strand kommt. Denn der Weg hat es in sich, es geht über Stock und Stein - und vor allem geht es über privaten Grund.
Medienberichten zufolge gehört das Gelände rund um die Bucht bereits seit rund 20 Jahren einer deutschen Familie. Beim Erwerb war nicht daran zu denken, dass die kleine Cala de Moro einmal zum Must-See wird und Tausende auf der Suche nach dem perfekten Foto anlockt. Heute sind die Grundstückseigentümer regelmäßig mit den Hinterlassenschaften der Touristen konfrontiert. Gerade zurückgelassener Müll sei ein Problem. An einem Tag hätten sie einmal 135 gebrauchte Tampons eingesammelt, berichtet die Familie gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Einmal soll sich sogar ein Tourist in die Küche der Familie verirrt haben, heißt es in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Angesichts des Ansturms plant die Eigentümerfamilie nun Medienberichten zufolge, den Zugang zur Bucht besser zu regeln und zu sichern. Auch das private Grundstück solle geschützt werden. Zu einer Abriegelung des Strandabschnitts solle es hingegen nicht kommen. Allerdings ist eine konkrete Umsetzung der Regulierung derzeit nicht in Sicht. Offenbar ist unklar, welche Stelle hierfür zuständig ist.