
16,6 Millionen Menschen reisten von Januar bis September 2025 auf die Baleareninsel Mallorca - es waren so viele Urlauber und Urlauberinnen, wie nie zuvor. Doch die Insel und ihre Bewohner und Bewohnerinnen ächzen mehr und mehr unter dem Ansturm. Und ziehen deswegen Konsequenzen.
Zu spüren bekommen das nun ganz konkret Reisende, die Alcúdia im Norden der Insel, unweit vom berühmten Cap Formentor, besuchen möchten. Wegen des massiven Andrangs durch Urlauberinnen und Urlauber kommt die kleine Gemeinde offenbar an ihre Belastungsgrenze. Das zeigt sich unter anderem durch volle Straßen und überfüllte Parkplätze. Nicht selten haben Einheimische bei der Suche nach Parkplätzen das Nachsehen.
Die Stadtverwaltung von Alcúdia hat daher nun übereinstimmenden Medienberichten zufolge rund 2000 Parkplätze so ausgewiesen, dass sie fortan ausschließlich Einwohnenden vorbehalten sind. Erkennbar sein sollen die Flächen durch grüne Markierungen.
Urlauber und Urlauberinnen sollten genau auf diese grünen Markierungen achten. Wer nämlich ohne entsprechende Berechtigungskarte innerhalb der markierten Flächen parkt, risikiert ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. Laut dem Mallorca Magazin seien die Flächen mit mehrspachigen Hinweisschildern ausgestattet worden.
Strenge Regeln für die Parkplatzsuche: Nicht nur hier kann es auf Mallora teuer werden
Parallel dazu verschäft die Gemeinde Alcúdia ebenfalls dem Mallorca Magazin zufolge die Zufahrtbeschränkungen in die historische Altstadt. Künftig dürfen nur noch Anwohnende, Lieferdienste sowie Fahrzeuge mit einer Sondergenehmigung in die Altstadt fahren. Kontrolliert werden soll die Vorgabe durch eine automatische Kennzeichenerfassung. Auch hier drohen bei einem Verstoß 200 Euro Bußgeld. Mit den neuen Regeln soll die Aufenthaltsqualität in der Stadt für alle, Urlauber wie Einheimische, verbessert werden.
Dass Urlaubsorte in Sachen Verkehr die Reißleine ziehen müssen, ist längst kein Novum mehr. Erst kurz vor Ostern hatte die Gardasee-Gemeinde Sirmione bekannt gegeben, dass Fahrzeuge zum bestimmten Zeiten künftig komplett aus der Altstadt verbannt werden sollen.