Nürnberg - Rock im Park steht vor der Tür - doch mit dem Festival kommen auch in diesem Jahr Straßensperrungen, Lärm und volle Parkplätze. Die Stadt Nürnberg hat die wichtigsten Regeln nun zusammengefasst. Ein Überblick.

Wenn Zehntausende Musikfans nach Nürnberg strömen, wird es rund um das Dutzendteich-Areal wieder eng: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juni, steigt am und rund um das Zeppelinfeld wieder eines der größten Open-Air-Rockfestivals Deutschlands: Rock im Park. Schon seit Wochen ist das Festival ausverkauft, Headliner in diesem Jahr unter anderem Linkin Park, Iron Maiden oder auch Volbeat. Nun - wenige Tage vor Beginn - hat die Stadt Nürnberg Details zu Verkehrsregelungen, Straßensperrungen, Lärmschutz und Campingverboten veröffentlicht.

Konzerte bei Rock im Park bis tief in die Nacht: Stadt Nürnberg richtet Beschwerdetelefon ein

Los geht es an allen drei Festivaltagen bereits mittags zwischen 12.30 und 12.50 Uhr. Gespielt wird auf mehreren Bühnen, teils bis tief in die Nacht. Auf der großen Utopia-Stage am Zeppelinfeld endet das Programm um 23 Uhr. Auf der Mandora-Stage hinter der Arena darf bis 1 Uhr nachts gespielt werden, in der Arena selbst sogar bis 2 Uhr.

Anwohnerinnen und Anwohner fragen sich vermutlich auch in diesem Jahr: Wie laut wird es an den Festivaltagen? Rock im Park gilt rechtlich als „seltenes Ereignis“, klärt die Stadt auf - das ermöglicht höhere Schallpegel als normalerweise.

Am nächstgelegenen Wohngebäude gelten folgende Obergrenzen:

  • Bis 23 Uhr: 70 dB(A) außerhalb, 65 dB(A) innerhalb der Ruhezeiten
  • Von 23 bis 6/7 Uhr: 55 dB(A)

Während des gesamten Festivals sollen die Lärmwerte von einem externen Sachverständigen überwacht und dokumentiert werden. Wird ein Grenzwert überschritten, müsse der Veranstalter die Lautstärke sofort drosseln.

Klar ist aber auch: „Open-Air-Konzerte sind auch bei Einhaltung der festgesetzten Immissionsrichtwerte leider über das Festivalgelände hinaus zu hören“, schreibt die Stadt. Besonders tiefe Bässe tragen je nach Wind- und Wetterlage weit.

Wer sich trotzdem gestört fühlt, kann sich ans Ordnungsamt wenden: An allen drei Festivaltagen ist ein Beschwerdetelefon erreichbar, unter der Rufnummer 0911 / 8186-174. Zwischen 16 Uhr und 1 Uhr könnten Anwohnerinnen und Anwohner dort Hinweise zu Lärm, Falschparkern oder wildem Campen melden.

Sperrungen und Staus rund ums Dutzendteich-Gelände Welche Straßen sind gesperrt?

Ab Dienstag, 2. Juni, bis einschließlich Dienstag, 9. Juni, ist das Veranstaltungsgelände für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Konkret bedeutet das:

  • Große Straße zwischen Bayernstraße und Karl-Schönleben-Straße (Nord-Süd-Richtung) gesperrt
  • Alle Fuß- und Radwege durch den Volkspark Dutzendteich zwischen Münchener Straße und Zeppelinstraße gesperrt
  • Zeppelinstraße zwischen Bayernstraße/Herzogstraße und Beuthener Straße gesperrt
  • Otto-Bärnreuther-Straße stadteinwärts ab Karl-Schönleben-Straße bis Münchener Straße für Autos gesperrt – Umleitung über die Brücke der Karl-Schönleben-Straße
  • Entlang der Münchener Straße und Bayernstraße gilt außerdem Tempo 30 – mit Radarkontrollen.

Anreise zu Rock im Park 2026: neue App für Parkplätze, ÖPNV nutzen

Die meisten Festivalbesucher kommen bereits in der Nacht auf Donnerstag, also Fronleichnam, an – trotz des Feiertags rechnet die Stadt mit erheblichem Verkehr. Wer mit dem Auto fährt, sollte die Navigations-App Nunav nutzen, die erstmals beim Festival eingesetzt wird und Besucher gezielt zu freien Parkplätzen leiten soll.

Auf der Regensburger Straße laufen derzeit Bauarbeiten, so die Stadt Nürnberg. In beide Richtungen steht teils nur eine Spur zur Verfügung. Die empfohlene Route folgt daher über die Regensburger Straße und dann links in die Breslauer Straße.

Wichtig: Wer nur ein Tagesticket hat, bekommt keinen Parkplatz. Diese Gäste sollen ausschließlich mit Bus, Bahn, zu Fuß oder per Fahrrad anreisen, teilt die Stadt mit.

Alle anderen Nürnbergerinnen und Nürnberger sollen die Zufahrtsstraßen rund ums Dutzendteichareal am Donnerstagvormittag möglichst meiden, rät die Stadt.

Probleme im letzten Jahr: Hier gilt striktes Camping-Verbot - Strafen drohen

Immer wieder hätten Festival-Gäste in den vergangenen Jahren außerhalb der offiziellen Campingbereich gecampt, Müll hinterlassen, laute Musik abgespielt oder ihre Notdurft verrichtet, und damit für Probleme gesorgt. Mit einer Allgemeinverfügung geht die Stadt nun dagegen vor. Damit gilt von Donnerstag, 4. Juni, 0 Uhr, bis Montag, 8. Juni, 24 Uhr, ein Camping- und Grillverbot auf allen öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen, Parkplätzen sowie auf Grün- und Waldflächen in einem weiträumigen Gebiet rund um das Veranstaltungsgelände, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Konkret verboten sei das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen sowie das Grillen und Entzünden offener Feuerstellen - auf öffentlichem Grund. Private Flächen sind vom Verbot ausgenommen.

Wer trotz Verbots Zelte, Wohnmobile, Grills oder andere Gegenstände abstellt, muss diese auf Aufforderung sofort entfernen. Andernfalls drohe eine kostenpflichtige Räumung. Die Stadt nennt Kosten von 55 Euro pro eingesetzter Person und angefangener Stunde.

Stadt Nürnberg
Anhand einer Karte hat die Stadt Nürnberg veröffentlicht, wo konkret das Campen und Grillen verboten ist. © Stadt Nürnberg