
Seine Karriere findet ihren vorläufigen Höhepunkt: Nathaniel Brown wurde für die deutsche Nationalmannschaft nominiert und reist zur Weltmeisterschaft 2026, die in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird. Die Berufung ist die Belohnung für eine steile Entwicklung, die ihren Anfang beim 1. FC Nürnberg hat.
Der gebürtige Amberger spielte acht Jahre für den Club und reifte vom Jugendspieler zum Profi. Im Sommer 2024 zog der Linksverteidiger weiter zu Eintracht Frankfurt und hat seinen Marktwert in den zwei Saisons bei den Hessen mehr als verzehnfacht – nämlich von damals drei Millionen Euro zum Zeitpunkt des Wechsels auf nun 40 Millionen Euro. Der 1. FC Nürnberg sicherte sich damals eine Weiterverkaufsbeteiligung, die laut Medienberichten bei mindestens zehn Prozent, womöglich sogar bei 13 Prozent liegen soll.
Heißt: Der frischgebackene Nationalspieler könnte dem Club im Falle eines abermaligen Transfers einen regelrechten Geldregen bescheren. Laut Bild-Information schreibt Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche 65 Millionen Euro auf das Preisschild für den 22-Jährigen. Das würde für den Club Einnahmen von mindestens sechs Millionen Euro bedeuten. Zur Einordnung: Allein in der Saison 2025/26 hat der 1. FC Nürnberg für all seine Transfers zusammen laut Transfermarkt.de 6,23 Millionen Euro ausgegeben. Ein Wechsel von Nathaniel Brown könnte dem Club also zwei Transferphasen finanzieren.
Aber wohin soll der Weg eigentlich gehen? Bereits im Frühjahr kursierten Gerüchte, dass Top-Klubs wie der FC Liverpool, der FC Barcelona und Paris St. Germain an dem Linksfuß interessiert sein. Aktuell gilt aber nach Sport1-Informationen der FC Bayern als Haupt-Interessent – aus mehreren Gründen. Vincent Kompany sei ein großer Befürworter von Ex-Nürnberger Brown und dessen Spielweise. Außerdem besteht beim nominellen Stamm-Linksverteidiger Alphonso Davies ein ungünstiges Verhältnis aus hoher Verletzungsanfälligkeit und hohen Gehaltskosten.
Ex-Profi Dietmar Hamann traut Brown, der immerhin erst zwei Bundesliga-Saisons hinter sich, darin aber 75 Einsätze und 20 Scorer verbucht hat, den Sprung zum deutschen Ligaprimus zu: „Er ist definitiv ein Spieler, der das Niveau hat, für Bayern München zu spielen, weil er ein außergewöhnliches Talent ist.“
