Lissabon - Das Kabinen- und Bodenpersonal kündigt Streiks an Flughäfen in Portugal an. Auch vom Flughafen Nürnberg aus können Urlauber in mehrere Städte reisen. Welche Auswirkungen zu erwarten sind.

Ausgerechnet mitten in den bayerischen Pfingstferien, am 3. Juni, soll es in Portugal zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr kommen. Eine Gewerkschaft hat zu einem 24-stündigen Streik gegen eine geplante Arbeitsmarktreform der portugiesischen Regierung aufgerufen, wie der ADAC berichtet. Kabinen- und Bodenpersonal sollen ihre Arbeit niederlegen. Auch die Gewerkschaften des öffentlichen Nahverkehrs und die Ärztegewerkschaft wollen sich dem Ausstand anschließen.

Wie der ADAC weiter berichtet, sollen die Flughäfen Lissabon, Faro und Porto besonders stark betroffen sein. Bis zu 500 Flüge könnten demnach von Ausfällen und Verspätungen betroffen sein.

Ein Mindestbetrieb an den Flughäfen muss dennoch aufrecht erhalten werden. So sollen beispielsweise Flüge auf die Azoren und nach Madeira trotz des Streikaufrufs stattfinden.

Auch vom Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg gibt es laut Sommerflugplan 2026 Verbindungen von und nach Portugal. Zweimal wöchentlich fliegt Ryanair in die Städte Faro und Porto. Von dem anstehenden Arbeitskampf aber dürften Reisende aus Franken nicht unmittelbar betroffen sein. Die Verbindungen von Ryanair finden jeweils an den Wochentagen Montag, Donnerstag und Sonntag statt. Die Arbeitsniederlegung am 3. Juni fällt auf einen Mittwoch.

Zuletzt waren bereits in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres große Streiks an Flughäfen in Portugal angekündigt worden. Diese Termine wurde dann aber, wie das Portal reisereporter berichtet, nach einer gerichtlichen Entscheidung von den Gewerkschaften abgesagt.

Generalstreik in Portugal: Auch das Auswärtige Amt warnt

Seit dem 29. Mai weißt auch das Auswärtige Amt in den Reise- und Sicherheitshinweisen auf den Streik hin. Es müsse mit Einschränkungen im öffentlichen Sektor gerechnet werden, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Personenverkehr (Züge, Fähren, U-Bahn, Bus und Straßenbahn) und öffentliche Gesundheitsversorgung. Auch Verspätungen und Ausfälle im Flugverkehr können nicht ausgeschlossen werden, so das Auswärtige Amt weiter.

Auch im Nachbarland Spanien kommt es an den Flughäfen derzeit zu Arbeitsniederlegungen. Laut ADAC-Bericht streiken die Fluglotsen bereits seit dem 17. April unbefristet. Betroffen sind die Flughäfen auf den Kanaren und auch auf Mallorca. Größere Einschränkungen seien bisher aber ausgeblieben. Auch in Spanien gilt, dass ein Mindestbetrieb trotz Streik aufrecht erhalten werden muss.

Dieser Artikel wurde am 30. Mai um 8.50 Uhr aktualisiert.