München - Kaum eine Personalie im deutschen WM-Kader sorgt für mehr Diskussionen: Manuel Neuer feiert trotz Rücktritt sein Comeback – doch ausgerechnet jetzt wirft ihn die nächste Verletzung zurück. Ist die WM in Gefahr?

Er ist erst zurück - und dann wieder raus? Nach seiner spektakulären Rückkehr in die Nationalmannschaft steht Manuel Neuer dem FC Bayern „aufgrund von muskulären Problemen in der linken Wade“ im Pokalfinale am Samstagabend nicht zur Verfügung.

„Er kann morgen nicht spielen, die WM ist nicht in Gefahr“, sagte Sportvorstand Max Eberl bei der Veranstaltung „Bild 100 Sport“ in Berlin. „Es macht keinen Sinn, ihn ins Tor zu stellen mit dem Risiko, dass er sich schwerst verletzen könnte. Deswegen haben wir alle gemeinsam entschieden, so schwer es dem Manu auch gefallen ist, auf das Finale zu verzichten.“

In diesem Jahr musste der Weltmeister von 2014 bereits zweimal wegen eines Muskelfaserrisses am linken Unterschenkel pausieren. Mit Blick auf sein DFB-Comeback wollte der eigentlich vor zwei Jahren aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Neuer kein Risiko eingehen. Und Bayern-Trainer Vincent Kompany braucht im Kampf um den Pokalsieg einen maximal belastbaren Torwart im Olympiastadion.

Diese Rolle wird gegen den VfB Stuttgart Vertreter Jonas Urbig übernehmen, der Kompanys Vertrauen genießt. „Das ist seine Rolle und er hat das schon 20 Mal in dieser Saison gemacht“, sagte der Coach. „Hoffentlich spielt er gut, aber der Druck liegt auch nicht auf den Schultern von Jonas.“