Nürnberg - Bereits in wenigen Wochen pilgern wieder zehntausende Festivalgänger für Rock im Park nach Nürnberg. Im Lineup gibt es allerdings Anpassungen - zwei Bands sagen ab, doch es gibt Ersatz.

Erst vor wenigen Tagen machte das Festival Rock im Park 2026 Schlagzeilen - es war noch im April komplett ausverkauft – und das so früh wie noch nie zuvor in der Geschichte des Festivals.

„Dass Rock im Park frühzeitig ausverkauft ist, zeigt die enorme Verbundenheit der Fans mit dem Festival“, sagt Matt Schwarz, Veranstalter von Rock im Park und Rock am Ring. Schon im Oktober waren sämtliche Wochenendtickets sowie die Tagestickets für Samstag und Sonntag vergriffen, inzwischen sind auch die letzten Tagestickets für Freitag weg. Doch für einige Fans dürfte sich unter die Vorfreude auch etwas Enttäuschung mischen, denn wie die Veranstalter auch ankündigten, haben zwei Bands abgesagt.

„Badflower und The Garden müssen ihre geplanten Europa-Tourneen absagen, wovon auch ihre Auftritte bei Rock im Park und Rock am Ring betroffen sind“, heißt es seitens des Veranstalters Argo. Neu im Line-up ist dafür Singer-Songwriterin Anna Grey, die mit ihrer melodischen Stimme das Billing ergänzt.

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Die US-Rockband Badflower selbst begründet die Absage auf ihrer Instagram-Seite mit andauernden gesundheitlichen Gründen. The Garden, die gemeinsam mit Badflower auf Tour fahren, treten entsprechend auch nicht auf.

Zwischen dem 5. und dem 7. Juni 2026 werden auf dem Nürnberger Zeppelinfeld rund 80.000 Besucher und Besucherinnen pro Tag bei Rock im Park erwartet. Zugpferd dürfte auch in diesem Jahr das namenhafte Lineup und vor allem die Headliner wie Linkin Park und die Heavy Metal Giganten Iron Maiden sein.

Außerdem dürfen sich die Fans auf Bands wie Volbeat, Limp Bizkit, Papa Roach, Bad Omens, Electric Callboy, Sabaton und The Offspring freuen. Neben diesen finden sich auch Acts wie A Perfect Circle, Architects, Babymetal, H-Blockx, Hollywood Undead, Ice Nine Kills, Landmvrks, Marteria, Social Distortion, Finch, Three Days Grace, Trivium und Within Temptation auf der Running Order.

Unmut über Lineup und Sorge vor Massenpanik

Diese sorgt nach der Absage der Bands und der damit verbundenen Anpassung des Zeitplans seit der vergangenen Woche wieder für Kritik in der Instagram-Kommentarspalte. Erst letztes Jahr hat der Timetable für Zündstoff gesorgt. Der Grund: Mehrere große Acts traten parallel auf unterschiedlichen Bühnen auf. So mussten sich Fans beispielsweise zwischen Slipknot und Rise Against, Lorna Shore und Whitechapel oder The Prodigy und Bring Me The Horizon entscheiden.

Auch in diesem Jahr wird erneut kritisiert, dass zu viele Bands der gleichen Genres parallel spielen. So ist dem aktuelle Timetable zu entnehmen, dass Electric Callboy und Ice Nine Kills, zwei Metal-Core-Größen, sich überschneiden werden. Einige User reagieren genervt: „Wieso müssen ice nine kills und Electric callboy gleichzeitig laufen? Electric hätte einfach statt Marteria sein können“, schreibt ein User. Auch die Sorge vor überfüllten Ein- und Ausgängen des letzten Jahres scheint bei einigen Rock im Park-Besuchern hängen geblieben zu sein. So schreibt ein Nutzer: „Der Wechsel von Linkin Park zu Limp Bizkit wird spannend“, weitere kommentieren „totales Chaos wahrscheinlich“, noch ein User tippte „das könnte richtig gefährlich werden“. Linkin Park beenden am Sonntag ihre Show auf der Utopia Stage, Limp Bizkit sollen um 23.45 Uhr auf der Mandora Stage beginnen.

Tatsächlich war im letzten Jahr der Andrang auf den verschiedenen Bühnen teils so groß, dass sich lange Schlangen bildeten und die Zugänge vorübergehend sogar ganz geschlossen werden mussten. Einige Besucher berichteten unserer Redaktion, dass es teilweise extrem voll sei und manche Angst vor einer Massenpanik hätten. Der Veranstalter erklärte dazu, dass Hinweise intern geprüft und von den Sicherheits- und Infrastrukturteams bewertet wurden und es zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahrensituation gegeben habe.