
Jeff Bezos scheint sich bei einer seiner Anschaffungen womöglich verkalkuliert zu haben: Laut einem Bericht des US-Magazins Page Six bietet der Amazon-Gründer seine Segelyacht „Koru“ zum Verkauf an. Grund dafür soll vor allem ihre schiere Größe sein - sie passe in viele Häfen schlicht nicht hinein.
Das Schiff ist 127 Meter lang, rund 70 Meter hoch und als Dreimast-Schoner gebaut. Laut Hersteller Oceanco zählt es zu den größten Segelyachten der Welt. Doch genau das wird offenbar zum Problem. Eine anonyme Quelle sagte Page Six, das Schiff sei „zu gigantisch, um es zu managen“. Zudem sei die Yacht mittlerweile so bekannt, dass sie ihrem Besitzer kaum noch Privatsphäre ermögliche. Bezos selbst oder sein Management haben sich bislang nicht zu dem Bericht geäußert.
Luxus pur an Bord der „Koru“
Die „Koru“ steht für puren Luxus: Über drei Decks verteilen sich mehrere Lounge-Bereiche, dazu kommen ein großer Hauptpool, diverse Whirlpools sowie Kino- und Konferenzräume. Die Yacht bietet Platz für bis zu 18 Gäste, während rund 36 Crewmitglieder sich um Schiff, Service und Versorgung kümmern. Ein Insider beschreibt sie als „schwimmenden Palast“. Ihr Wert wird auf etwa 470 Millionen Euro geschätzt.
Zum Gespann gehört zudem das Begleitschiff „Abeona“, das mit 75 Metern Länge ebenfalls eine beachtliche Größe hat. Es bietet Platz für rund 45 Personen, Stauraum für Jetskis und weiteres Wasserspielzeug sowie einen Helikopterhangar. Das Begleitschiff allein kostet rund 75 Millionen Euro - ob es auch zum Verkauf steht, ist unklar. Gemeinsam sollen die Betriebskosten der beiden Schiffe bei etwa 30 Millionen US-Dollar pro Jahr liegen.
Zu groß für viele Häfen
Die Dimensionen der „Koru“ haben in der Vergangenheit immer wieder für logistische Schwierigkeiten gesorgt. In mehreren Häfen soll das Schiff keinen Liegeplatz gefunden haben. Beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco 2025 wurde ihm demnach ein Anlegen verwehrt. Auch bei der Reise zur Hochzeit von Bezos und Lauren Sánchez in Venedig durfte die Yacht nicht in die Lagune einfahren.
Schon beim Bau sorgte das Schiff dem People Magazin zufolge für Probleme. In Rotterdam stand 2022 im Raum, eine historische Brücke teilweise abzubauen, um der Yacht die Durchfahrt zu ermöglichen. Nach Protesten wurde der Plan verworfen, das Schiff wurde schließlich ohne Masten weitergeschleppt.
