Nürnberg - Hundekot auf Wegen und Straßen kann für Fußgänger ärgerlich, für Kinder und Tiere aber auch gesundheitsschädlich werden. Was kannst du tun, wenn du deinen Hundekotbeutel zu Hause vergessen hast? Ein paar Tipps.

Alle - oder zumindest ziemlich viele - Hundehalterinnen und Hundehalter dürften schon einmal in einer solchen Situation gelandet sein: Kurz eine Runde mit dem geliebten Vierbeiner drehen, doch sobald der sein großes Geschäft erledigt fällt auf: Kein Hundekot-Beutel steckt mehr in den Jacken- oder Hosentaschen.

Wir haben daher ein paar Tipps für euch herausgesucht, wie ihr in einer solchen misslichen Lage handeln könnt, um den Hundekot dennoch aufzusammeln und damit andere davor bewahren könnt, mit stinkenden Schuhen zu Hause oder - noch schlimmer - im Büro oder zu einer Verabredung erscheinen zu müssen.

Aber nicht nur darum geht es. Über Hundekot können auch Parasiten, Würmer und sonstige Krankheitserreger auf andere Tiere - nicht nur Hunde - übertragen werden und diese krank machen. Auch auf Kinder können solche Krankheitserreger übertragen werden, wenn sie in Kontakt mit herumliegendem Hundekot kommen. Umso wichtiger ist es, den Kot des eigenen Tieres zu entfernen.

Tipp Nummer 1: Das wichtigste - Vorbeugung

Um dich perfekt darauf vorzubereiten, überhaupt gar nicht in eine solche Situation zu kommen, gibt es diesen Tipp: An Hundewiesen und in und um Parks gibt es immer wieder Behälter, aus denen sich jeder ohne Gegenleistung kostenlos einen Hundekotbeutel ziehen kann. Da diese aber nicht alle Hundert Meter platziert sind und daher auch nicht sofort im Fall der Fälle dienen, solltest du es nutzen, wenn du zufällig an einem solchen Spender vorbeiläufst. Wenn du dir dabei direkt einen Beutel ziehst und vorbeugend in deine Tasche steckst, dann kannst du den Kot deines Vierbeiners direkt aufsammeln.

Tipp Nummer 2: Hundehalter helfen sich gegenseitig - andere nach einer Tüte fragen

Zwar ist es nicht jedermans Sache, andere Personen die (mit oder ohne Hunde) unterwegs sind nach Hilfe zu fragen. Allerdings kann genau das dich in einer solchen Situation vor bösen Blicken bewahren. Denn die tauchen vermutlich eher auf, wenn du den Hundehaufen deines Vierbeiners achtlos liegen lässt, als wenn du um eine (Hundekot-)Tüte bittest. Wenn dir jemand begegnet, der oder die selbst einen Hund dabei hat, stehen die Chancen gut, dass dir geholfen werden kann.

Tipp Nummer 3: Alternative zum Hundekotbeutel - Müll nutzen

Es ist zwar traurig, wenn wir durch die Natur gehen und dort vermehrt Müll entdecken. Zwar passiert das auch auf dem Land, in der Stadt allerdings noch häufiger. Überall entlang der Wege, an Straßen und in Parks liegen (leere) Verpackungen umher. Darunter fallen beispielsweise Kaffeebecher, Plastikverpackungen und -tüten oder andere Verpackungen. Mit ihnen kannst du den Hundekot ebenfalls aufsammeln und im nächsten Mülleimer entsorgen.

Tipp Nummer 4: kurz schämen, weggehen - aber wiederkommen! Ein kurzer Gang ins Geschäft

Wenn du wirklich gar nichts findest, was du nutzen kannst, um den Hundehaufen zu entfernen, aber weißt, dass sich in der Nähe ein Geschäft befindet, in dem du auf die schnelle eine Tüte oder einen Hundekotbeutel besorgen kannst, dann ist auch das eine Möglichkeit. Zwei Dinge gibt es dabei aber zu beachten. Erstens: Andere Fußgängerinnen und Fußgänger könnten dich dafür verurteilen, dass du den Hundehaufen erst einmal liegen lässt - denn sie wissen ja nicht automatisch, dass du wieder zurückkommen wirst. Zweitens: Nicht in jeden Laden kannst du deinen Hund mitnehmen.

Tipp hierfür: Wenn dein Vierbeiner den Hundehaufen tatsächlich in die Nähe eines oder mehrere Geschäfte gesetzt hat, dann kannst du auch Mitarbeitende nach einem Beutel fragen. Ihnen dürfte es lieber sein dir einen solchen (kostenlos) zu beschaffen, als einen Hundehaufen direkt vor der Tür ihres Geschäfts liegen zu haben.

Tipp Nummer 5: Wenn gar nichts mehr hilft - Stock nehmen und beiseite schieben

Und wenn wirklich keiner der vorangegangenen Tipps hilft, dann muss Natur eben Natur helfen: Einen Stock oder ein Blatt findest du fast immer, wenn du mit deinem Hund unterwegs bist. Zwar kannst du damit den Kot nicht aufsammeln und entsorgen, allerdings kannst du ihn damit wenigstens zur Seite schieben und auch damit verhindern, dass andere hineinsteigen und sich im Nachhinein über das Missgeschick ärgern müssen. Gegen mögliche Parasiten und eine gesundheitliche Gefahr für andere hilft das allerdings nicht. Daher gilt stets: Sei gut vorbereitet, habe immer einen Vorrat an Beuteln zu Hause und auch immer einen in deiner Jackentasche.