Nürnberg - Mit einem Song aus längst vergangenen Zeiten stürmt Justin Bieber derzeit erneut die Charts. Was das Coachella-Festival damit zu tun hat und warum seine damalige Duett-Partnerin heute in der Kritik steht.

Im Jahr 2012 war Pop-Sänger Justin Bieber gerade 18 Jahre alt, er dürfte der Schwarm von unzähligen Teenagerinnen gewesen sein und der Traum einiger Schwiegermütter mit seinem verschmitzten Lächeln. Bieber war damals noch in einer On-Off-Beziehung mit Selena Gomez, und er veröffentlichte zusammen mit Rapperin Nicki Minaj den Song „Beauty and a Beat“. In dem Musikvideo sieht man einen jungen Mann mit nach oben geföhnten Haaren, einer langen Silberkette und offenem Hemd - ein Teenager eben. Bieber hat sich seither verändert, doch der Song, inzwischen stolze 14 Jahre alt, stürmt gerade wieder die Charts.

Seit mehreren Wochen hält sich „Beauty And A Beat“ an der Spitze der Single-Charts. Den neuerlichen Erfolg dürfte der heute 32-Jährige seinem Auftritt auf dem Coachella-Festival in Kalifornien zu verdanken haben.

Bei seinem großen Bühnen-Comeback auf dem Coachella-Festival vor knapp zwei Wochen hatte der kanadische Sänger das Publikum in einer kuriosen Bühnenshow per Laptop und YouTube durch verschiedene Stationen seiner Karriere geführt. Zwischendurch spielte er frühere Musikvideos und alte Internetclips ein und sang stellenweise mit seinem jüngeren Ich im Duett.

Eine Woche später trat Bieber erneut bei dem großen Musikfestival in der Colorado-Wüste auf und sang Sängerin Billie Eilish ein Ständchen. Er holte sie bei seinem Auftritt für seinen Hit „One Less Lonely Girl“ auf die Bühne, wie mehrere US-Medien berichteten.

Dass sich auch ältere Hits in den Charts halten, ist unterdessen keine Seltenheit. Auf Platz 3 der aktuellen Chart-Liste steht beispielsweise Zara Larsson mit „Lush Life“. Den Song veröffentlichte die Schwedin erstmals im Jahr 2015. Erst Anfang des Jahres schwappte eine große Nostalgie-Welle für das Jahr 2016 durch das Netz. Grundsätzlich neigt der Mensch dazu, Vergangenes zu verklären.

Wer inzwischen nicht mehr so gut wegkommt, ist Rapperin Nicki Minaj, die 2012 mit Bieber zusammen den Song „Beauty And A Beat“ produzierte. Während sich Minaj früher kritisch zu US-Präsident Trump äußerte – etwa 2018 zu dessen Migrationspolitik –, trat sie jüngst mehrfach als Unterstützerin des Präsidenten auf, bezeichnete sich etwa als sein größter Fan oder sprach auf der Plattform X von „MEINEM wunderbaren, gnädigen, charmanten Präsidenten“. In den Sozialen Medien erntet die Rapperin dafür viel Kritik.