
Ryanair ist bei Passagieren beliebt. Die Tickets bei der Airline sind vergleichsweise preiswert. Auch vom Flughafen Nürnberg aus bietet die Fluglinie zahlreiche Verbindungen, darunter nach Kreta, Bari, Cagliari, Neapel, Palermo, Zadar, Faro, Porto, Mallorca, Malaga oder Valencia, an. Doch auf die Passagiere und Passagierinnen kommen im laufenden Jahr einige Änderungen zu.
Bereits seit November vergangenen Jahres müssen Flugreisende ihre Tickets in digitaler Form bereithalten, um eine Maschine von Ryanair besteigen zu können. Mit den elektronischen Bordkarten könnten mehr als 300 Tonnen Abfall pro Jahr vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung der Fluggesellschaft. Das ist längst nicht die einzige Neuerung.
Ryanair zieht die Schrauben beim Check-in an. Bisher war es möglich, das Gepäck bis 40 Minuten vor Abflug aufzugeben. Ab dem 10. November sollen Check-in und Gepäckaufgabe an allen Flughäfen aber schon 60 Minuten vor Abflug geschlossen werden. Die Airline begründet den Schritt laut einer Mitteilung mit dem größeren Zeitfenster, das den Passagieren und Passagierinnen auf diese Weise bleibt, um die Sicherheits- und die Passkontrolle zu passieren.
Gerade zu verkehrsreichen Zeiten kann es zu Verzögerungen an den Sicherheitskontrollen kommen. Ist nur wenig Zeitpuffer eingeplant, kann es schnell stressig werden, den Flug noch zu erreichen. Laut Auskunft der Airline gebe es aber nur eine sehr geringe Anzahl an Menschen, die ihren Flug verpassen, weil sie in einer Warteschlange feststeckt.
Passagiere aufgepasst: Diese Änderungen gelten ab Herbst bei Ryanair
Durch die frühere Schließung des Check-in-Schalters zwingt Ryanair die Fluggäste praktisch, mit ausreichend Zeitpuffer zum Flughafen zu kommen. Aber auch eine Stunde Vorlauf kann im Zweifelsfall knapp werden. Die Airline empfiehlt daher auf der Webseite, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Check-in- oder Gepäckabgabeschalter einzutreffen. 30 Minuten vor Abflug sollten die Passagiere und Passagierinnen des Weiteren am Gate sein.
Die Gepäckaufgabe an sich soll weiter automatisiert werden. Bis Oktober sollen über 95 Prozent der Flughäfen laut Unternehmensangaben mit Gepäckaufgabeautomaten ausgestattet werden. Ryanair-Passagiere geben ihr Gepäck selbstständig auf und drucken einen Gepäckanhänger aus.
Betroffen von den neuen Zeitvorgaben und Modalitäten für die Gepäckabgabe sind nur die Reisenden, die mit Aufgabegepäck unterwegs sind. Laut Angaben der Airline sind das nur 20 Prozent der Flugreisenden. Ryanair-Marketingchefin Dara Brady sagt: „Die übrigen 80 Prozent (die kein Gepäck aufgeben) sind von dieser kurzen Änderung von 20 Minuten nicht betroffen, da sie weiterhin online einchecken, bevor sie am Abflughafen ankommen, und direkt durch die Sicherheitskontrolle zu ihrem Gate gehen.“
Während die Lufthansa Ende April 2026 verkündete, dass die Mitnahme eines kostenlosen Handgepäckstücks abgeschafft werden soll, vergrößerte Ryanair die zulässigen Gepäckmaße für eine kostenlose Mitnahme erst im vergangenen Herbst. Seither dürfen Passagiere ein Gepäckstück mit den Maßen 40x30x20 Zentimeter mit an Bord nehmen. Zuvor waren 40x25x20 Zentimeter erlaubt.
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