
Der 1. FC Nürnberg soll ein neues Stadion bekommen, spätestens 2031 möchte der Club in neuen Rund spielen. Unklar ist derweil noch, ob auf der Baustelle oder in einer eigens errichteten Interimsspielstätte gekickt wird. Auch zum Aussehen der neuen Arena ist wenig bekannt - zumindest bisher. Der scheidende Baubürgermeister Christian Vogel (SPD) hat in einem Instagram-Post mehrere Renderings - also Projektzeichnungen - des neuen Max-Morlock-Stadions veröffentlicht und gewährt so Einblicke, wie sie noch nicht zu sehen waren.
Zu sehen ist zunächst ein Querschnitt mit zwei Tribünenrängen - der untere eher schmal, der obere dafür deutlich breiter - und einem abgesetzten Dach. Ein Blick von oben lässt erahnen, dass die achteckige Grundform bleibt, die bisher offenen und windanfälligen Ecken aber deutlich kleiner ausfallen und komplett geschlossen werden. Auf einem weiteren Bild sind Business- und Presseplätze sowie Logen ausgewiesen. In den Ecken prangt das Logo des Planungsbüros „asp Architekten GmbH“ aus Stuttgart, das mit der Erstellung der Vorplanung für den Stadionvollumbau beauftragt wurde.
Stadionbürgermeister Christian Vogel seit Mai 2014 dritter Bürgermeister der Stadt Nürnberg, hatte jedoch bereits angekündigt, seine Karriere nach der Kommunalwahl 2026 zu beenden. Unter seinen Post hatte er geschrieben: „Klar ist, wir sind in Sachen Stadion einen gewaltigen Schritt vorangekommen. Ein besonderes Projekt für Nürnberg und die ganze Region haben wir hier gemeinsam mit dem 1.FC Nürnberg auf den Weg gebracht. Auch wenn es für Viele lange nicht denkbar war, können wir heute sagen, das Projekt ist real und kann umgesetzt werden. Wir haben den Schritt von Mangelverwaltung hin zu einem zukunftsfähigen Projekt geschafft.“
Weiter schreibt er, er sei froh, „dass sich die vielen Stunden die ich dafür investiert habe, gelohnt haben. Das Miteinander mit allen politischen Fraktionen, aber auch mit dem 1.FC Nürnberg hat sich gelohnt. Wir haben in rekordverdächtiger Geschwindigkeit (auch wenn das Viele nicht verstehen wollen) eine Projektstruktur aufgebaut, die alle Bereiche einbindet und die das Projekt belebt und weiterträgt.“ Auch wenn noch viel Arbeit vor den beteiligten liege, habe man schon „einige gewaltige Meilensteine“ erreicht.
Gleichzeitig gibt Vogel allerdings zu bedenken, dass mit den Themen Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Ausweichstadion, und vor allem der Finanzierung einige zentrale Fragen noch offen sind. „Ein Stadion von dem nicht nur unser Club, sondern von dem alle davon profitieren, ist in greifbarer Nähe. Ich bin stolz, dass ich hier mitwirken und das Projekt auf einen guten Stand führen konnte“, schließt das Statement.