
Sich am spanischen Fußball zu orientieren, ist in vielerlei Hinsicht eine gute Idee: Eine Delegation des 1. FC Nürnberg reiste nach Saragossa, um dort den Neubau des Stadions Nueva Romareda zu besichtigen.
In der Hauptstadt Aragoniens wird für die Weltmeisterschaft 2030 das alte Stadion Estadio de la Romadera abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut. Der zugehörige Verein weicht währenddessen in ein extra dafür angelegtes Ausweichstadion mit 20.000 Plätzen aus.
Eine solche Zwei-Stadien-Lösung kommt auch für den 1. FC Nürnberg in Frage – das geht aus einem Bericht auf der Vereinswebsite hervor. Um nicht auf einer Baustelle spielen zu müssen, könnte der Club vorübergehend in ein Interimsstadion ausweichen. Nach Bild-Informationen könnte am Areal am ehemaligen Rangierbahnhof an der Brunecker Straße eine Spielstätte für 25.000 Zuschauer errichtet werden – allerdings nur, wenn der Nürnberger Stadtrat sich für die Zwei-Stadien-Lösung entscheidet.
Das Fazit des Finanzvorstands Stefan Heim fiel positiv aus: „Wir konnten viele Erkenntnisse gewinnen. In Saragossa zeigt sich, dass Ausweichstadien eine realistische Alternative für Übergangsphasen darstellen können. Deshalb sind wir dem Stadtrat dankbar, diese Option prüfen zu dürfen.“ Nun werde geprüft, ob eine vergleichbare Lösung auch für das Nürnberger Projekt in Frage kommen könnte.
Als Alternative zur Zwei-Stadien-Lösung müsste der 1. FC Nürnberg auf der Stadion-Baustelle spielen. Das erfordert dann zwar keine weitere Investition (das Ausweichstadion in Saragossa kostete laut OneFootball-Informationen etwa 13 Millionen Euro), würde aber Einbußen in Sachen Atmosphäre und Ticketeinnahmen bedeuten. Der Nürnberger Stadtrat will die richtungsweisende Entscheidung noch in diesem Jahr treffen.
