
Unter dem Markennamen Kloster Kitchen vertreibt die „Curameo AG“ Produkte, wie Ingwer-Shots, Smoothies und Saftkuren. Eigentlich sind solche Erzeugnisse voll im Trend, stehen sie doch sinnbildlich für einen gesunden Lebensstil. Für den Hersteller aus Reichenschwand im Landkreis Nürnberger Land sieht es derzeit aber alles andere als rosig aus.
Am 10. April 2026 wurde vor dem Amtsgericht Nürnberg ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Patrick Meyerle aus Nürnberg wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. In einer Pressemitteilung der Pluta Rechtsanwalts GmbH heißt es, die Gesellschafter der „Curameo AG“ hätten sich nicht auf eine weitere Finanzierung einigen können. Deswegen sei es zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens gekommen.
„Nach einem dynamischen Wachstum in den vergangenen Jahren, bei dem das Produktangebot von Bio-Ingwer-Shots unter anderem auf Bio-Säfte und Bio-Smoothies sowie zuletzt auf das Mikronährstoffkonzentrat Vital Flow als neue Produktkategorie ausgeweitet wurde, benötigt Curameo für die nächste Entwicklungsphase eine weitere Wachstumsfinanzierung“, erläutert Rechtsanwalt Patrick Meyerle in einer Mitteilung. Nach einer ersten Prüfung der aktuellen Lage zieht der Jurist folgendes Zwischenfazit: „Das Unternehmen wird den Geschäftsbetrieb vollumfänglich weiterführen. Die Produktion läuft weiter, so dass die Kunden auch in den nächsten Wochen mit den Produkten beliefert werden. Zeitgleich werden wir in den kommenden Wochen die Sanierungsoptionen prüfen.“
Die rund 45 Mitarbeitenden wurden über die aktuelle Lage informiert. Ihre Gehälter seien für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert, so heißt es in der Mitteilung weiter.
Laut dem Curameo-Vorstandsvorsitzenden Mario Fürst komme es nun darauf an, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und zügig in einen konstruktiven Dialog mit Kunden und Lieferanten zu treten. Parallel prüfe man die Optionen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens. „Megatrends wie Longevity, Prävention und ein stärker gesundheitsorientierter Lebensstil verändern die Ernährungsgewohnheiten strukturell“, so Fürst. Vor diesem Hintergrund sehe er weiterhin Marktpotenziale für die Produkte der „Curameo AG“.
