
Während sich am Gardasee meist schon in den Osterferien die ersten Urlaubermassen durch die Gassen schieben, bleibt es im Süden Italiens derzeit noch erstaunlich ruhig. In Apulien beginnt ab April eine der besten Reisezeiten – mit milden Temperaturen, blühender Landschaft und vor allem viel Platz und Ruhe für eigene Entdeckungen.
Während sich die Region in den heißen Monaten mit Besuchern füllt, zeigt sich die Urlaubsregion zwischen März und Mai noch von ihrer entspannten, beinahe ursprünglichen Seite. Genau das macht diese Jahreszeit so besonders und zu einem echten Geheimtipp für alle, die Italien intensiver erleben wollen.
Besondes schön: Entlang der Landstraßen und rund um die Dörfer im Valle d’Itria setzen aktuell Mandel- und Kirschbäume zarte Farbakzente, und selbst bekannte Sehenswürdigkeiten lassen sich ohne größeres Gedränge erkunden.
Spektakulärer Küstenort Polignano a Mare: Im Sommer überlaufen, aber aktuell noch ruhig
Einer der eindrucksvollsten Orte der Region ist Polignano a Mare. Die dramatisch auf Felsen gebaute Altstadt und der berühmte kleine Strand zwischen den Klippen sind im Sommer oftmals überfüllt. Wer hierhinfährt, muss in der Hochsaison oftmals um ein letztes Fleckchen Sand kämpfen. Im Frühling dagegen kann man dieses Panorama noch recht ungestört genießen.
Tipp: Anstatt mit dem Auto lässt sich Polignano a Mare auch schnell und kostengünstig beispielsweise von Bari aus mit dem Zug erreichen. Nach etwa zehn Minuten Fußmarsch ist man dann direkt mitten in dem charmanten Städtchen und am bekannten Strand Lama Monachile, der allein auf Google Maps über 20.000 Bewertungen mitbringt.
Bari: Authentisches Stadtleben und oftmals Startpunkt für Urlaub
Die Hauptstadt der Region ist weit mehr als nur ein Ankunftsort. Bari lebt - und zwar das ganze Jahr über. Zugegeben, Ruhe findet sich in der Großstadt nur selten, dafür erlebt man Italien in seiner authentischen Art inmitten von Einheimischen. Bari wirkt weniger geschniegelt als andere italienische Städte, genau das macht ihren Reiz aber auch aus.
Besonders sehenswert ist die Altstadt Bari Vecchia mit ihren engen Gassen, in denen Einheimische vor den Häusern Pasta noch von Hand machen. Bewundern kann man das Schauspiel vor allem in der Strada Arco Basso, in der die für die Region bekannten Nudeln „Orecchiette“, was übersetzt „kleine Ohren“ bedeutet, geformt werden.
Unweit von Apulien: Magische Höhlenstadt Matera mit James-Bond-Geschichte
Matera gehört zwar streng genommen nicht mehr zu Apulien, liegt aber nur einen Katzensprung entfernt (ab Bari gibt es beispielsweise mehrmals am Tag Busverbindungen in die Stadt) - und ist ein absolutes Highlight. Die berühmten „Sassi“, in den Fels gehauene Höhlenhäuser, wirken wie aus einer anderen Zeit.
Nicht ohne Grund diente die Stadt als Kulisse für den James-Bond-Film „No Time to Die“. Im Frühling, wenn weniger Besucher unterwegs sind, lässt sich diese besondere Atmosphäre noch etwas intensiver erleben.
Alberobello: Die Welt der Trulli und UNESCO-Weltkulturerbe
Ein weiteres Wahrzeichen Apuliens sind die Trulli - weiße Häuser mit kegelförmigen Dächern. In Alberobello reihen sich diese außergewöhnlichen Bauten, die aussehen wie weiße Zipfelmützen, dicht aneinander und schaffen eine fast märchenhafte Kulisse.
Seit 1996 gehören die Trulli zum UNESCO-Weltkulturerbe und locken Touristen aus der ganzen Welt in den kleinen Ort auf der Spitze des italienischen Stiefels, wie es unter anderem auf der Website Italien.de heißt.
Monopoli: unterschätzte Perle im Apulien und bekannte Höhlen
Monopoli ist oft weniger bekannt als andere Orte, dabei vereint es alles, was Apulien ausmacht: eine charmante Altstadt, kleine Häfen und wunderschöne Buchten.
Im Frühling wirkt der Ort besonders authentisch, die typischen blauen Fischerboote schaukeln im Hafen und die Cafés füllen sich langsam.
Neben den bekannten Orten überrascht Apulien auch mit einer enormen Vielfalt. Die Castellana Grotte gehören zu den größten Karsthöhlen Italiens und bieten beeindruckende Einblicke unter die Erde.




