
Erst Anfang des Jahres mussten etwa 100.000 Berlinerinnen und Berliner mehrere Tage lang ohne Strom auskommen. Um für einen solchen Fall gewappnet zu sein und alle Abläufe präventiv vorzubereiten, führt die Stadt Nürnberg im Abstand von mehreren Jahren Katastrophenschutz-Vollübungen durch, dies geht aus einer Meldung der Stadt hervor. Erst kürzlich führte auch Fürth eine Katastrophenschutzübung durch, rund 600 Einsatzkräfte und Beteiligte nahmen dort an der Übung teil.
Die Übung in Nürnberg soll unter dem Motto „Black Noris 2026“ am 25. April von 8 bis 13.30 Uhr stattfinden.
Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, erproben die Einsatzkräfte verschiedener Organisationen, wie der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes, der Polizei und der Rettungsdienste, bei einer solchen Übung die Zusammenarbeit bei fiktiven Großschadenslagen. An der Übung beteiligt seien außer den Blaulichtorganisationen und der Stadtverwaltung zudem auch einige städtische Tochterunternehmen.
Bei der großangelegten Simulation werden die beteiligten Organisationen und Behörden das abgestimmte Vorgehen im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls im gesamten Stadtgebiet üben. Ziel sei es, die Führungsstrukturen, Kommunikationswege und Leistungsfähigkeiten der Beteiligten zu prüfen.
Am Übungstag würden nach Angaben der Stadt „viele Hundert Einsatzkräfte und Beteiligte“ zusammenkommen.
Auf Anfrage der Redaktion teilte die Stadt Nürnberg mit, dass die Bevölkerung relativ wenig von der Übung mitbekommen sollte. Demnach seien keine Blaulichtfahrten in der Stadt geplant, Straßensperrungen oder Stromabschaltungen, die die Bürgerinnen und Bürger betreffen, würden ebenfalls nicht stattfinden.
Während der Übung werden jedoch die 41 Katastrophenschutzleuchttürme in Betrieb genommen, welche im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Nach Angaben der Stadt sei hier möglich, dass die Bevölkerung in der Nachbarschaft etwas mitbekommen könnte.
Diese Katastrophenschutzleuchttürme sollen in Krisensituationen als Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen. Es handelt sich um Gebäude der Hilfsorganisationen, der Polizei, des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr sowie einige Gemeindehäuser. Diese sollen auch im Falle eines großflächigen Stromausfalls weiter mit Energie versorgt werden. Nach dem Stromausfall in Berlin erklärte die Stadt Nürnberg auf Anfrage der Redaktion, wie gut man in der Frankenmetropole auf ein ähnliches Szenario vorbereitet ist. Eine Karte und eine entsprechende Liste der Katastrophenschutzleuchttürme im gesamten Stadtgebiet sind hier einzusehen.