Tallahassee - Strandurlaub klingt nach Paradies. Doch an manchen Küstenabschnitten kann der Urlaub schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Es lauern Wildtiere und Strömungen. Hier kann es richtig brenzlig werden.

Weißer Sand rinnt durch die Zehen, Palmen spenden angenehmen Schatten, das Meer rauscht und schickt eine sanfte Brise: Strandurlaub kann herrlich schön sein, doch im Meer lauern auch Gefahren - mitunter sogar tödliche. Immer wieder gibt es Meldungen über Zwischenfälle. Strömungen können auch gute Schwimmer in erhebliche Gefahr bringen, Haiangriffe fordern immer wieder Todesopfer.

Weltweit gibt es Strände, an denen die Gefahren zahlreicher lauern, als an anderen Orten. Die Redaktion hat einen Überblick zusammengestellt, zu den Orten, an denen Urlauber und Schwimmer besonders vorsichtig sein sollten.

Hanakapiai Beach, Kauai, Hawaii, USA

Geht es um gefährliche Strände wird Hanakapiai Beach auf Hawaii immer wieder genannt. Strömungen und ein fehlender Riffschutz fordern immer wieder Todesopfer. Im Netz kursiert das Foto eines Holzschildes. In das Holz sind Buchstaben eingeritzt. Zu lesen ist auf englisch: „Warnung! Gehen Sie nicht in die Nähe des Wassers. Unsichtbare Strömungen haben Besucher getötet.“ Für jeden Verstorbenen ist ein Strich in das Holz geritzt. Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme waren es bereits über 80 Verunglückte. Die Warnung ist deutlich.

Praia de Boa Viagem, Recife, Brasilien

In Recife ganz im Osten Brasiliens lauert eine erhöhte Gefahr für Haiangriffe. Entlang des Strandes weisen Hinweisschilder auf das Risiko hin. An den Stränden rund um Recife gab es der Deutschen Presse-Agentur zufolge zwischen 1992 und 2013 insgesamt 59 Hai-Angriffe, 24 davon endeten tödlich. Erst im Januar 2026 kam es an einem Strand bei Recife laut der staatlichen Hai-Überwachungsbehörde (CEMIT) zu einem tödlichen Zwischenfall mit einem Hai. Ein 13-jähriger Junge erlag seinen Verletzungen.

Gansbaai (Gans Bay), Südafrika

Online wird der kleine Küstenort Gansbaai als „das Hai-Mekka der Welt“ bezeichnet. Zahlreiche Anbieter veranstalten dort sogenanntes Cage Diving, also das Tauchen mit Haien, wobei der Taucher von einem Metallkäfig geschützt wird. Vor der Küste tummeln sich riesige, weiße Haie. Was für die Taucher in einem Käfig durchaus reizvoll sein kann, ist für Schwimmer ohne Schutz natürlich problematisch.

K‘gari Fraser Island, Australien

K‘gari ist ein Eiland vor der Küste von Queensland im Osten von Australien. Schwimmen im Meer um den Landzipfel herum kann gefährlich sein. Haie tummeln sich im Wasser, Strömungen können tückisch sein. Zudem gibt es in den Gewässern giftige Quallen. Die sogenannten Irukandji-Quallen haben einen Durchmesser von nur einem bis zwei Zentimetern, aber ihre Tentakel können bis zu einen Meter lang werden. Die Vergiftung mit ihrem Nesselgift macht sich vor allem durch schwere Bauch-, Brust- und Rückenschmerzen bemerkbar. Ohne medizinische Betreuung sind die Symptome lebensbedrohlich.

Gefährliche Strände weltweit: Hier ist Baden alles andere als empfehlenswert

Playa Zipolite, Mexiko

Der Playa Zipolite liegt ganz im Süden Mexikos. Medienberichten zufolge hat der Abschnitt auch den Beinamen „Strand des Todes“. Das liegt vor allem an der gefährlichen Brandung dort. Starke Strömungen können zudem auch erfahrene Schwimmer ins offene Meer hinaus ziehen.

New Smyrna Beach, Florida, USA

Der Bundesstaat Florida führt die Statistik des Florida Museum of Natural History über Haiangriffe an. Der Direktor des „Florida Program for Shark Research“ am Florida Museum of Natural History und Leiter der Datenbank erklärte 2024, der New Smyrna Beach sei der Strand mit den meisten registierten Bissen. Grundsätzlich aber bleibt eine Hai-Attacke eine Seltenheit.

Myall Beach, Cape Tribulation, Australien

Myall Beach liegt im Nordosten Australiens, das Great Barrier Reef befindet sich in unmittelbarer Nähe. Doch beim Baden ist Vorsicht geboten. Quallen können lebensbedohliche Vergiftungen verursachen und Salzwasser-Krokodile leben vor der Küste. Erst im Oktober 2025 hatte ein Reptil einen 14-jährigen Jungen angegriffen. Der Junge erlitt Medienberichten zufolge Verletzungen an den Beinen und Bauch, überlebte aber.