
Ross „The Boss“ Friedman, Gründungsmitglied der Metal-Band Manowar und The Dictators ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Sein Tod erfolgte etwas mehr als einen Monat nach der Bekanntgabe seiner Diagnose mit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit. Die Nachricht von Friedmans Tod wurde in einer Erklärung über die sozialen Medien der Metal Hall of Fame verbreitet.
Prägende Kraft sowohl im Punk als auch im Heavy Metal
„Mit tiefer Trauer bestätigen wir den Tod des legendären Gitarristen, unseres engen Freundes und Mitglieds der METAL HALL OF FAME, Ross „The Boss“ Friedman. Ross war eine prägende Kraft sowohl im Punk als auch im Heavy Metal und vor allem als Gründungsmitglied von THE DICTATORS und MANOWAR bekannt. [...] Sein kraftvolles Spiel, sein unverwechselbarer Ton und sein kompromissloser Geist prägten Generationen von Musikern und Fans weltweit.“
Anfang dieses Jahres machte Ross seine Diagnose mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) öffentlich und begegnete ihr mit derselben Courage und Offenheit, die sein Leben und seine Karriere bestimmten.
Friedmans Einfluss auf die Musik ist kaum zu ermessen. Von der rohen Energie des frühen Punk bis zur epischen Wucht des Heavy Metal hat sein Werk das Genre nachhaltig geprägt und alle berührt, die es erlebt haben. Über seine Leistungen auf der Bühne und im Studio hinaus wurde Ross Friedman von seinen Kollegen hoch geschätzt und von Fans auf der ganzen Welt geliebt. Sein Vermächtnis wird durch seine Musik, seinen Einfluss und die unzähligen Menschen, die er erreicht hat, weiterleben.
„Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden, Bandkollegen und Fans weltweit in dieser schweren Zeit. Weitere Informationen werden bekannt gegeben, sobald sie vorliegen.“, heißt es in der Mitteilung der Metal Hall of Fame.
Eine separate Mitteilung auf der Seite von Manowar lautet: „Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Ross „The Boss“ Friedman erfahren, der auf seine kürzlich bekannt gemachte Diagnose mit Amyotrophe Lateralsklerose folgte. Die Musik war Ross‘ Leben, und er hat sowohl im Heavy Metal als auch im Punkrock bleibende Spuren hinterlassen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und seinen Fans überall auf der Welt.“
Einflussreicher Gitarrist in Punk und Metal
Ross „The Boss“ Friedman wurde erstmals als Mitglied der Punkband The Dictators aus den 1970er-Jahren bekannt. Die Gruppe wurde 1972 von Andy Shernoff und Friedman gegründet und vervollständigte ihre erste Besetzung später mit Scott Kempner sowie Schlagzeuger Stu Boy King, wie Loudwire berichtet. Friedman spielte Leadgitarre und steuerte zudem Hintergrundgesang bei.
Während der ersten Schaffensphase der Band war er an drei Alben beteiligt – Go Girl Crazy!, Manifest Destiny und Bloodbrothers. 1980 löste sich die Gruppe auf und blieb bis zu ihrer Rückkehr 1995 inaktiv, an der Friedman ebenfalls beteiligt war. Eine zweite Phase dauerte bis 2008, und auch an der erneuten Reunion ab 2020 wirkte der Gitarrist mit. Nach den ersten drei Alben veröffentlichten The Dictators zwischen 1990 und heute drei weitere Studioalben.
Nach der ersten Auflösung von The Dictators wechselte Friedman als Gitarrist zu Manowar. Er war von 1980 bis 1989 Mitglied der Band und wirkte auf deren ersten sechs Studioalben mit, aus denen unter anderem Stücke wie „Defender“, „All Men Play On 10“, „Blow Your Speakers“ und „Heart of Steel“ hervorgingen.
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