
„Klein, aber fein“ ist ein geflügeltes Wort in Deutschland – so ähnlich nennen nun zwei alte Freunde ihr Café, das sie am Samstag, 28. März, in Nürnberg eröffnen. Im Café klein und fein in der Adam-Klein-Straße 71, mitten in Gostenhof, wollen Samim Mostafawi und sein Kumpel seit Jugendzeiten, Adem Suloodza, künftig Toasts, French Toasts, Smoothie Bowls, Croissants und Kuchen anbieten. „Alle Altersgruppen sollen bei uns etwas finden“, erzählt Samim Mostafawi im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wir haben Veganes und Vegetarisches im Sortiment, unser Fleisch ist halal und wir verkaufen keinen Alkohol – der wird sowieso nicht mehr sehr stark nachgefragt.“
Den Traum von einem eigenen Café haben die Beiden schon lange, als sie die leerstehende Immobilie in Goho, wo Mostafawi aufgewachsen ist, entdeckten, schlugen sie „spontan und schnell“ zu – und das, obwohl beide noch Studenten und Neulinge in der Gastronomie sind. Mit 22 und 23 Jahren bauen sie hier jetzt schon ihr Standbein auf, das sie ursprünglich erst nach dem Abschluss starten wollten. Doch auch mit der Doppelbelastung gehen die beiden entspannt um: „Wir haben einen groben Plan“, sagt Mostafawi. Sein Studium lasse ihm Flexibilität, sodass es neben dem Betrieb laufen kann. „Wir wollten einfach nicht länger warten.“
Gostenhof ist dabei ihr absoluter Wunschstandort. „In der Innenstadt gibt es viele Angebote mit ähnlichem Konzept“, so Mostafawi. Viele Menschen wollen für ein Stück Kuchen und einen Matcha auch nicht unbedingt in die Stadt fahren, führt er weiter aus. In einem Kiez-Café „könne man privater sein“, findet er. Auch die Cafés im Viertel selbst, beispielsweise entlang der Fürther Straße „nehmen sich nicht viel, da kann man nur wenig herausstechen“. Daher sind die beiden Kaffeeliebhaber froh um die Fläche in der ruhigeren Adam-Klein-Straße. „Wir versuchen, anders und moderner zu sein. Wir wollen stilvollen Glanz.“ Nachdem in Gostenhof das Konzept des Superblocks stark präsent ist, sagt er schlichtweg: „Wir wollen auch ein Superblock sein“ und lacht.
Mit der Eröffnung ihres Cafés wollen die beiden „eine Wohlfühloase“ im Kiez schaffen, in der man von veganen Smoothie Bowls mit optionalem Kollagenboost, über (vegetarische) Toasts wie den Salmon Sunshine (Frischkäse, Babyspinat, Tomate, Avocado und Lachs) sowie French Toasts wie den Tiramissyou (mit hausgemachter Creme, Kakao, Kaffee und Cookie Crumble) auch besondere Croissants und Kuchen bekommt. Dazu wird eine Auswahl an Getränken wie Tees, Coconut Latte, Pink Matcha Latte oder klassischer Espresso sowie Softdrinks wie hausgemachte Limonaden angeboten.
„Wir arbeiten mit warmen, aber nicht zu dunklen Licht und einer Farbmischung aus Beige und Schwarz – ein Wohnzimmerlook“, erklärt Mostafawi. Dabei gibt es nicht nur 30 Plätze im Inneren, sondern darunter auch eine gemütliche Ecke mit Couch als Rückzugsort, der auch zur Puzzle-Ecke werden soll. Denn auch Puzzles, Spiele und Kartendecks stehen den Gästen zur Verfügung. Tagsüber setzen die neuen Gastronomen vor allem auf Gäste von Datev, Gericht und weiteren Unternehmen in der Umgebung, abends auf diejenigen, die Entspannung und Gemeinschaft bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen suchen, erklärt er weiter. Wenn die Genehmigung seitens der Stadt erteilt ist, soll eine Terrasse im Sommer auch rund 16 Sitzplätze in der Sonne bieten.
Der Umbau liegt am Freitagnachmittag, dem Tag vor der Eröffnung, in den finalen Zügen. Nur die LED-Schilder an der Außenfassade und „ein wenig Deko“ fehlen noch. Am Samstag, 28. März, um 10 Uhr schließen die beiden erstmals ihre Türen für Gäste auf. In der Anlaufphase hat das klein und fein unter der Woche von 10 Uhr bis 20 Uhr und an den Wochenenden von 10 Uhr bis open end geöffnet.
Immer topaktuell informiert bleiben über die wichtigsten Themen aus der Region? Über unseren WhatsApp-Kanal erfahren Sie alle Neuigkeiten aus erster Hand.
Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.